Der Vendor Manager – 7 Tipps zum besseren Umgang mit Amazon

Für jeden Amazon Vendor ist eine produktive Partnerschaft mit seinem Vendor Manager essentiell. Diese Zusammenarbeit kann oft entscheidend für Erfolg oder Misserfolg einer Marke auf Amazon sein. Auch wenn mittlerweile viele strategischen Entscheidungen nicht mehr direkt vom Vendor Manager getroffen werden, so ist er doch täglich mitverantwortlich dafür, wer mehr oder wer weniger Fokus von Amazon erhält.
Jeder Vendor Manager bei Amazon hat ausnahmslos zu wenig Zeit, sich adäquat um seine Lieferanten zu kümmern. Dem entgegen stehen Jahresziele, die in der Regel fast nicht zu erreichen sind.
Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können, mehr Aufmerksamkeit von ihrem Vendor Manager und dadurch größere Chancen auf Amazon zu erhalten.

1. Investieren – aber richtig

Eines der Hauptziele des Vendor Managers ist Profitabilität. Gerade beim Thema Marketing, in Form von Werbekostenzuschüssen, Buchen von Marketingmaßnahmen oder verbesserten EKs im Rahmen einer Werbung kann der Hersteller seine Profitabilität aktiv stützen.
Diese Entlastung lässt den Lieferanten in der Aufmerksamkeit deutlich steigen, daher sollten derlei Investitionen im Rahmen einer Amazon-Strategie unbedingt berücksichtigt werden.
Jeder Vendor Manager weiß, wie wertvoll proaktive Lieferanten in diesem Bereich für ihn sind und wird dies zu schätzen wissen.

2. Selection – je mehr desto besser

Ein weiteres wichtiges Ziel des Vendor Managers ist es, in seiner Kategorie eine möglichst große Auswahl an Produkten anbieten zu können. Daher wird sich ein Vendor Manager vor allem dem Händler mit größerem Einsatz widmen, der gewillt ist, so viele Produkte wie irgend möglich auf Amazon anzubieten. Amazon Lieferanten sollten sich also die Frage stellen, wie sie noch mehr aus ihrem Portfolio herausholen und welche weiteren Angebote Amazon gemacht werden können.
Grundsätzlich sollte sichergestellt werden, dass alle verfügbaren Marken retail, also im Direktgeschäft mit Amazon vertrieben werden. Außerdem müssen mögliche Probleme oder Fehler im Sortiment ausgebessert werden. Werden neu angelegte Produkte schnell genug auf den Status verkaufsfähig umgestellt?
Neben der korrekten Listung des Sortiments (ist das Produkt wirklich end of life oder saisonal?) sollte sich jeder Händler die Frage stellen, inwiefern die Angebote dem Kunden gegenüber noch attraktiver gemacht werden können. Gibt es möglicherweise Produkte, die zusammen in einem interessanten Produkt-Paket (Bundle) angeboten werden können? Oder kann das Sortiment anderweitig vergrößert werden?
Hier existiert ein großer Spielraum, innerhalb dessen der Lieferant die Freiheit hat, neue Ideen zu verwirklichen und daraus Umsatz zu generieren.

3. Probleme eigenständig lösen

Ein Vendor Manager betreut teilweise eine vierstellige Anzahl von Vendoren mit zehntausenden verschiedener ASINs. Das macht deutlich, dass sich ein Vendor nicht um alle Probleme kümmern kann, denen sich ein Händler gegenübersieht.
Wichtig ist, dem Vendor Manager alle Themen abzunehmen, die man selbst über Vendor Central lösen kann.

4. Keep it simple – eine eMail = ein Thema

Verschiedene Fragestellungen sollten nicht in einer E-Mail behandelt werden, es erleichtert dem Vendor Manager das Behandeln einer Fragestellung, wenn diese kurz und prägnant dargestellt wird. Das Lesen und Bearbeiten einer zu langen Mail ist zeitaufwendig und nimmt dem Vendor Manager Zeit, die er nicht hat.
Für eine andere Fragestellung sollte auch eine weitere E-Mail verfasst werden. Die vielen Nachrichten, die ein Vendor Manager im Laufe eines Arbeitstages bekommt, lassen sich so besser kategorisieren und schneller beantworten.

5. Das Amazon Rotationsprinzip

Ein Grundprinzip bei Amazon besteht darin, dass Vendor Manager und auch andere Mitarbeiter regelmäßig von einer Produktkategorie in eine andere wechseln. Üblich ist hier die Dauer von etwa zwei Jahren. Hinzu kommt eine beachtliche Fluktuation im Bereich Vendor Management. So kann es häufig vorkommen, dass ein Vendor Manager neu ist und sich möglicherweise erst in die neue Produktlinie oder die ihm gestellten Aufgaben einfinden muss. Zur Zusammenarbeit mit Amazon gehört also auch, sich regelmäßig auf neue Vendor Manager einzustellen. Das benötigt Zeit, welche sich jedoch immer wieder lohnt.

6. Proaktiv handeln

Händler sollten ihre Aufgaben und Herausforderungen selbst erkennen und bei ihrem Vendor Manager ansprechen. Pro-Aktivität wird immer geschätzt. Zeigt der Lieferant, auch selbst an seinem Erfolg zu arbeiten und Problematiken beheben zu wollen, hinterlässt dies einen sehr guten Eindruck beim Vendor Manager. Eigene Lösungsansätze zu den Themen Profitabilität, Verfügbarkeit oder Marketing stellen eine große und vor allem seltene Form der Unterstützung dar.

7. Erfolgserlebnisse für alle

Bei Jahresgesprächen stehen alle Vendor Manager unter großem Druck, ihren Anforderungen gerecht zu werden – und erreichen am Ende nie alle Ziele, an denen sie sich messen lassen müssen. Daher ist es sehr von Vorteil, im Voraus zu wissen, welche Ziele Amazon setzt, und dem Vendor Manager dabei zu helfen, diesen Zielen ein Stück näher zu kommen.
In einem Jahr steht das Thema Retourenkosten im Vordergrund, im nächsten Jahr kann der Fokus auf Marketinginvestitionen liegen. Oft kann ein möglichst offenes Gespräch im Vorfeld dabei helfen, eine Konditionsverhandlung für beide Seiten erfolgreich zu gestalten. Der Vendor Manager wird dies zu schätzen wissen.
Perspektivisch führt für viele Hersteller und Marken kein Weg an Amazon vorbei. Es ist kein Geheimnis, dass es Vertriebskanäle gibt, welche leichter zu handeln sind. Mit den hier beschriebenen Tipps kann jeder Hersteller jedoch sein Verhältnis zum Vendor Manager und dadurch zu Amazon spürbar verbessern.

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Lesen Sie hier, wie Amazon tickt und wie man mit dem Konzern umgeht:

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