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5 Gründe für den Einsatz von Amazon Stores

2019-06-13 Von Amazon Advertising, Amazon News, Amazon Stores 2 thoughts on “5 Gründe für den Einsatz von Amazon Stores”

Amazon stellt Vendoren und Sellern nur begrenzt Platz für ihren Content zur Verfügung. So lassen sich Produkt-USPs und Markenbotschaften zum Beispiel nur eingeschränkt darstellen. Hier kommen Amazon Stores ins Spiel: Markenhersteller können kostenlos ihre eigenen Markenshops erstellen. Sie bieten nicht nur mehr Raum für Produkt- und Markeninhalte, sondern (bisher) auch die einzige Möglichkeit, externen Traffic zu messen.

Sie fragen sich, wie Sie einen Amazon Store einrichten? Wir geben Ihnen Antworten auf diese und weitere Fragen:

Beispiel Amazon Store Disney

Beispiel für einen Amazon Store (Quelle: Screenshot amazon.de)

Wie ist ein Amazon Store aufgebaut?

Jeder Amazon Store beinhaltet einen Header ganz oben auf der Webseite. Unmittelbar darunter befindet sich eine Navigationsleiste, worüber User auf die verschiedenen Unterseiten gelangen.

Hinweis: Achten Sie bei der Header-Auswahl darauf, dass er für die verschiedenen Bildschirmgrößen von Endgeräten geeignet ist. In der Regel wird bei kleineren Monitoren ein Stück abgeschnitten.

Es gibt unterschiedliche Kachelarten, die sich in Abmessungen, Inhalt und Aufbau unterscheiden. Sie bestehen aus Fotos, Videos und Texten. Auch Produkt-Kacheln stehen zur Verfügung. Nutzen Sie den vorhandenen Platz: Beschreiben Sie Produkte noch genauer, stellen potenziellen Kunden erweiterte Informationen zur Verfügung und verweisen Sie gezielt auf Produkte aus Ihrem Sortiment.

Beispiel Kachelarten Amazon Store Warsteiner

Beispiel für die verschiedenen Kachelarten (Quelle: Screenshot amazon.de)

Amazon Stores: Erstellung leicht gemacht

Alle Markeninhaber, die ihre Produkte auf Amazon verkaufen und ihre Marke bei Amazon registrieren lassen, können kostenfrei Amazon Stores erstellen. Dazu sind keine Programmierkenntnisse nötig. Die Einrichtung erfolgt im Self-Service über den sogenannten Store Builder.

Bei der Gestaltung Ihres Markenshops stehen Ihnen wahlweise vorgefertigte Templates von Amazon oder Drag-and-Drop-Kacheln zur Verfügung. Diese werden nach dem Baukastenprinzip angeordnet. Store-Inhaber haben so die Möglichkeit, zum Beispiel individuelle Seiten für Produkte, Kategorien oder Angebote zu erstellen.

Welche Elemente kann man verwenden?

Neben verschiedenen Kacheln können Sie weitere E-Commerce-Elemente integrieren. So ist beispielsweise die Einbindung von automatisch generierten Bannern möglich. Bestseller oder Produkte der Marke werden basierend auf dem Surf- und Kaufverhalten eines Users ausgespielt. Zudem besteht die Option, einzelne Produkte besonders hervorzuheben.

Sie können auch Produktraster mit bis zu 100 Artikeln einbauen. Diese enthalten Produktinformationen, Preis, Details zur Prime-Fähigkeit und/oder Kundenrezensionen. Sie sind mit einem Button ausgestattet, über den User das Produkt direkt in ihren Einkaufswagen legen können.

Hinweis: Beschränken Sie sich bei der Auswahl auf die wichtigsten Artikel Ihres Portfolios. Je mehr Produkte Sie einbinden, desto unübersichtlicher wird es für den Amazon User.

Beispiel Produktraster Amazon Store

Beispiel für ein Produktraster (Quelle: Screenshot amazon.de)

Ein Klick auf eine Kachel kann zu unterschiedlichen Landingpages führen: Entweder auf die Produktdetailseite oder auf eine Unterseite des Shops.

Für die Erstellung des Stores gibt es diverse Vorgaben:

  • ein begrenztes Zeichenlimit
  • Mindestauflösung und Maximalgröße für Bilder und Videos
  • Amazon Richtlinien

Bevor es losgeht, unterzieht Amazon Ihren Store einer Prüfung, die mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.

 

Auffindbarkeit von Amazon Stores

Markenstores sind generell recht versteckt im Amazon-Kosmos. Von alleine werden Kunden wahrscheinlich nicht nach Ihrem Store suchen. Zumal die Amazon Suchleiste nicht darauf ausgerichtet ist, Amazon Stores in den Suchergebnissen auszuspielen. Selbst eine gezielte Suche nach Marken oder Markenshops bleibt erfolglos.

Es existieren jedoch ein paar Wege, wie Sie User auf Ihren Store aufmerksam machen können:

Sponsored Brands
Eine Ausnahme bieten Sponsored Brands (SBs). Sie bewerben nicht nur Produkte der Marke, sondern können mit einem entsprechenden Link direkt in den entsprechenden Amazon Store führen. Diese Variante ist Vendoren vorbehalten. Für Seller besteht die Option nicht.

Beispiel Sponsored Brand

Beispiel für eine Sponsored Brand mit Link zum Amazon Store (Quelle: Screenshot Amazon)

Produktdetailseite
Wenn User den Markennamen auf der Produktdetailseite anklicken, gelangen sie ebenfalls zum Amazon Store.

Beispiel Link auf Produktdetailseite

Beispiel für eine Produktdetailseite mit Link zum Amazon Store (Quelle: Screenshot amazon.de)

 

Fünf gute Gründe für einen Amazon Store

Amazon Stores bieten Ihnen Platz, um die Story Ihrer Marke zu erzählen, Alleinstellungsmerkmale Ihrer Produkte herauszustellen oder diese in Aktion zu zeigen. Weitere Vorteile sind:

1. Einkaufserlebnis steigern
Die Kombination aus Text- und Bildinhalten fördert das Shopping-Erlebnis. Informieren Sie potenzielle Käufer auf mehreren Seiten über Ihr Produktangebot. Besonders erklärungsbedürftige Produkte sowie deren Anwendung finden hier zusätzlichen Platz für Details.

2. Verschiedene Landingpages einrichten
Nutzen Sie Ihren Markenshop für Off-Site-Marketingmaßnahmen sowie Amazon Advertising-Kampagnen. Amazon Stores bieten Ihnen die Möglichkeit, mehrere Unterseiten zu erstellen. Sie eignen sich als Landingpages innerhalb des Amazon-Ökosystems.

Best Practice: Sie möchten die Traffic-Quellen zu Ihrem Store analysieren? Versehen Sie die URL einfach mit einem entsprechenden Tag. Dies kann ebenso für die Optimierung Ihrer Werbekampagnen nützlich sein.

3. Kennzahlen analysieren
Die Performance Ihres Stores können Sie über das sogenannte Stores Insights-Dashboard einsehen. Dort erhalten Sie aussagekräftige Daten zu relevanten Kennzahlen, wie zum Beispiel zu Conversion, Visits und Sales, die Sie über Ihren Store generieren. Das Analyse Dashboard bietet zudem (derzeit noch) die einzige Möglichkeit, den Erfolg von externen Kampagnen zu messen.

4. Markenpräsenz schaffen
Amazon Stores eignen sich dazu, die eigene Marke zu bewerben und für User deutlich präsenter zu machen. Die einzelnen Kachelelemente auf den Unterseiten des Stores können Sie in den Unternehmensfarben halten und mit eigenen Logos und Schriftarten versehen. So vertiefen Sie die Corporate Identity (CI), schaffen Wiedererkennungswert und fördern das Markenvertrauen.

5. Deals & Promotions integrieren
Amazon Stores eignen sich dazu, aktive Deals zu promoten. Store-Inhaber können Deal Widgets zu Ihrem Shop hinzufügen. Sie ähneln einem Produktraster und bewerben aktuelle Angebote. So können Sie die Sichtbarkeit der Deal-Produkte steigern – besonders, wenn Sie das Widget auf der Hauptseite Ihres Stores einbinden. Gerade während des Saisongeschäfts oder Special Events, wie beispielsweise dem Prime Day oder der Cyber Week, kann sich das positiv auf Ihre Sales auswirken.

Amazon Store Deal Widget

Beispiel für ein aktives Deal Widget in einem Amazon Store (Quelle: Screenshot amazon.de)

Sie haben weitere Fragen zum Einsatz von Amazon Stores? factor-a bietet Ihnen fundiertes Amazon-spezifisches Know-how und hilft Ihnen gerne bei der Erstellung Ihres eigenen Markenshops auf Amazon. Sprechen Sie uns an!

Brand Gating – Schützen Sie Ihre Marke auf Amazon

2019-05-08 Von Amazon News, Vendor & Seller Central, Vendor Account Management 0 thoughts on “Brand Gating – Schützen Sie Ihre Marke auf Amazon”

Amazon möchte das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt sein. Dies begünstigt schließlich das stetige Wachstum des Handelsriesen. Besonders wichtig hierbei ist es, dem Käufer sowohl relevante als auch vertrauenswürdige Ergebnisse zu liefern.

Vor allem die Vertrauenswürdigkeit wurde in den letzten Jahren durch eine Vielzahl von Verkäufern in Mitleidenschaft gezogen. Dies äußerte sich zum Beispiel in Markenpiraterie und unbefugtem Weiterverkauf. Hier kommt Brand Gating ins Spiel.

Bisher ist der Service zum Markenschutz auf die USA beschränkt. Weitere Informationen zu Neuerungen bekommen Sie, wie gewohnt, auf unserer factor-a News-Webseite.

Was ist Brand Gating und warum ist es wichtig?

amazon.com bietet Herstellern und autorisierten Resellern die Möglichkeit, die Kontrolle über ihre Marken und Labels zu behalten. Brand Gating bedeutet, dass Drittanbieter, die ein Markenprodukt verkaufen wollen, bestimmte – von Amazon festgelegte – Kriterien erfüllen müssen. Dies soll verhindern, dass Fälscher und nicht autorisierte Wiederverkäufer die Artikel (weiterhin) auf der Plattform anbieten können.

Hinweis: Brand Gating schützt Ihre Marke sowohl vor möglichen Umsatzeinbußen durch Dritte, als auch vor dem Verlust des Markenvertrauens aufgrund minderwertiger Fälschungen.

Die Geschichte des Brand Gatings reicht bis ins Jahr 2016 zurück, als der Schuhproduzent Birkenstock den Verkauf über Amazon aufgab. Grund waren unter anderem zunehmende Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von Fälschungen auf dem US-Markt.

Im ersten Quartal 2019 erklärte Amazon, dass der Anteil an Verkäufen über Drittanbieter schneller wachse als das First-Party-Buisness. Der Handelsriese ergriff umstrittene Maßnahmen, um weiterhin Ware von Markenherstellern vertreiben zu können – auch, wenn diese nicht damit einverstanden waren, dass ihre Produkte direkt über Amazon vertrieben werden. Der E-Commerce-Gigant kaufte zum Beispiel Lagerbestand von autorisierten Dritten, um den weltweiten Weiterverkauf zu gewährleisten. Dies missfiel Birkenstock allerdings .

Brand Gating stellt eine weitere Ergänzung zu Amazons wachsender Anzahl an Instrumenten im Kampf gegen gefälschte Ware und Missbrauch durch fragwürdige Seller dar.

Was bedeutet Brand Gating für Drittanbieter?

Amazon hat eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um Verstöße zu verhindern. Wenn Sie als autorisierter Drittanbieter Markenprodukte vertreiben möchten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Amazon prüft Ihre bisherige Performance.
  • Sie müssen bestimmte Qualifikationsanforderungen erfüllen.
  • Es fallen Gebühren an.

So kann der Online-Riese Sie beispielsweise darum bitten, aktuelle Rechnungen für Ihre Einkäufe bei Markenherstellern vorzulegen. Auch Briefe, die dem Weiterverkauf ihrer Produkte zustimmen, dienen als Beleg. Pro Marke, die Sie verkaufen möchten, können mehrere tausend Dollar an Gebühren anfallen.

Best Practice: Es wird nicht empfohlen, die Einschränkungen zu umgehen und die Artikel als gebraucht oder als Sammlerstücke zu listen. Wenn Sie sich nicht an den Prozess halten, riskieren Sie, dass Ihr Seller-Account gekündigt wird.

Auf der Produktdetailseite, direkt unter der Buybox, haben Sie die Möglichkeit, die Genehmigung für den Verkauf von Markenprodukten auf der Plattform anzufordern.

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Button “Sell on Amazon” auf einer Produktdetailseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

Wie können Markenhersteller Brand Gating nutzen?

Mit ein paar einfachen Schritten können Hersteller ihre Marke auf Amazon schützen. In den USA funktioniert dies folgendermaßen:

  1. Registrieren Sie Ihre Marke in dem Land, wo Sie verkaufen möchten.
  2. Führen Sie die Amazon-Markenregistrierung durch.
  3. Übermitteln Sie eine Liste Ihrer wichtigsten und/oder am häufigsten gefälschten ASINs (Amazon Standard Identification Numbers) an Amazon.
  4. Informieren Sie Amazon über Seller, die Sie zum Verkauf Ihrer Marke autorisiert haben.

Registrieren Sie Ihre Marke
Markenhersteller können eine Marke über das örtliche Amt für geistiges Eigentum, wie beispielsweise das United States Patent and Trademark Office (USPTO) in den USA, anmelden. Amazon benötigt entweder einen text- oder bildbasierten Nachweis. Beachten Sie, dass die Markeneintragung in der Regel mit Gebühren verbunden ist.

Marke im Amazon-Markenregister eintragen
Nach der amtlichen Markenregistrierung, erfolgt die Amazon Brand Registry. Indem Sie Amazon Informationen zu Ihrer Marke geben, helfen Sie dem Handelsriesen dabei, Verstöße auf dem Marktplatz zu erkennen und proaktiv Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus stehen Ihnen durch die Brand Registry leistungsstarke Tools wie die Bildsuche zur Verfügung. Sie kann Produktlistings aufspüren, die Sie nicht autorisiert haben.

ASIN-Liste bei Amazon einreichen
Die Teilnahme am Markenregistrierungsprogramm allein reicht für den Markenschutz nicht aus. Um den Brand Gating-Prozess einzuleiten, lassen Hersteller ihrem lokalen Verkäufer-Support alle notwendigen Informationen über die Marke zukommen.

Wenn ein Hersteller über einen IP-Anwalt verfügen, sollte er diese Aufgabe übernehmen. So zeigen Sie Amazon, dass Sie den Schutz Ihrer Marke nicht auf die leichte Schulter nehmen.

In der Regel dauert es bis zu fünf Wochen, bis alle Ihre ASINs in das Brand Gating-Programm aufgenommen wurden. Wenn Sie sofortige Maßnahmen ergreifen müssen, kann es helfen, Amazon im Voraus eine Liste mit den wichtigsten Produkten zu geben.  Ebenfalls hilfreich: dokumentieren Sie Ihren bisherigen Kampf gegen Fälschungen.

Autorisierte Drittanbieter nennen
Setzen Sie Amazon über alle Händler in Kenntnis, die zum Verkauf Ihrer Waren autorisiert sind – unabhängig davon, ob sie als Drittanbieter bereits über eine schriftliche Genehmigung oder Rechnungen verfügen. So werden im proaltiv Konflikte vermieden, die nach dem Brand Gating entstehen könnten.

Wie überprüft man, ob ein Artikel am Brand Gating teilnimmt?

Melden Sie sich mit einem neuen Seller-Konto bei Amazon an und wählen Sie ein Produkt aus. Klicken Sie auf die oben abgebildete Schaltfläche „Sell on Amazon“. Wenn die Meldung “You need approval to list in this brand“ angezeigt wird, ist die Marke für den Brand Gating-Service registriert.

Fazit

Bis jetzt ist das Brand Gating auf den amerikanischen Marktplatz beschränkt. Es bietet eine relativ neue Art für Hersteller, ihre Marke vor unbefugtem Weiterverkauf und Fälschungen zu schützen. Der Verkauf durch unautorisierte Drittanbieter kann die eigenen Sales mindern und das Vertrauen der Kunden in die Marke erheblich schwächen. Sobald Sie ein gefälschtes Produkt aus Ihrem Portfolio ausfindig machen, sollten Sie den Brand Gating-Prozess schnellstmöglich in Angriff nehmen.

Sie benötigen Hilfe bei der Durchführung des Brand Gating-Prozess? factor-a unterstützt und berät Sie in allen Belangen rund um den Markenschutz. Sprechen Sie uns an!

Jetzt, da Ihre Marke geschützt ist, erfahren Sie hier alles zu den New-to-brand-Metriken für die Demand Side Platform (DSP; ehemals AAP) und wie Sie diese zielführend einsetzen.

Fallmanagement Header

5 Kniffe für ein erfolgreiches Fallmanagement auf Amazon

2019-04-04 Von Amazon News, Fall-Management, Vendor Account Management, Vendor Central 0 thoughts on “5 Kniffe für ein erfolgreiches Fallmanagement auf Amazon”

Was tun, wenn etwas nicht ordnungsgemäß funktioniert? Sofern Markenhersteller aufkommende Probleme auf Amazon nicht eigenständig lösen können, müssen sie sich an den Vendor Support wenden. Wir zeigen Ihnen, was ein zielführendes Fallmanagement ausmacht.

Fälle eröffnen – so funktioniert’s

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Fall zu eröffnen. Die gängigste Vorgehensweise erfolgt über das Vendor Central. Mit einem Klick auf den “Hilfe”-Button am oberen Bildschirmrand gelangt man auf die Hilfeseite. Unten befindet sich eine Schaltfläche mit “Kontaktieren Sie uns”, über die Sie den Amazon Support ansprechen können.

Vendor Central Hilfeseite

Beispiel der Hilfeseite im Vendor Central (Quelle: Screenshot amazon.de)

Wahlweise können Sie auch dem Quicklink “Korrespondenz mit Amazon anzeigen” auf der Vendor Central Startseite folgen. Darüber gelangen Sie in Ihre Fallübersicht und können dort eine neue Anfrage kommunizieren.

Mögliche Gründe für eine Falleröffnung sind:

  • Video hochladen
  • Bilder entfernen
  • Content wird nicht hochgeladen
  • Markenname ändern
  • Twister auflösen

Herausforderungen im Fallmanagement

Ein Fall ist schnell eröffnet – doch wie geht es danach weiter? In der Regel antwortet Ihnen ein Mitarbeiter des Vendor Supports. Sie erhalten eine Benachrichtigung via E-Mail, sobald Ihr Ticket bearbeitet wurde.

Hinweis: Sehen Sie davon ab, eine persönliche E-Mail an Ihren Vendor Manager zu schreiben. Ihre Nachricht würde schlicht und ergreifend untergehen und unbearbeitet liegen bleiben. Auch von Anrufen sollten Sie Abstand nehmen, Sie würden ohnehin niemanden erreichen.

Mittlerweile ist es vielversprechender, einen Fall zu eröffnen. Jede Anfrage wird getracked: Fälle, die relevante Themen beinhalten und Vendor Manager, Supply Chain Manger u.a. betreffen, werden entsprechend weitergeleitet und landen als Ticket beim richtigen Empfänger.

Problematisch wird es unter anderem, wenn Sie keine Rückmeldung zu Ihrem Anliegen erhalten oder Fälle einfach geschlossen werden, ohne eine Lösung herbeizuführen. Dies kann beispielweise folgende Gründe haben:

Problem zu komplex
Ein möglicher Grund kann sein, dass Ihr Anliegen zu umfangreich ist. Der Sachbearbeiter wird dieses nach hinten schieben und sich zunächst einfacheren Fällen widmen.

Sammelfall
Sollte Ihre Anfrage zu viele unterschiedliche Baustellen betreffen, liegt es nahe, dass der Vendor Support diese ebenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet. Es kommt vor, dass ein Fall mit mehreren Anliegen geschlossen wird, obwohl noch nicht alle Probleme behoben wurden.

Fehlende Eigeninitiative
Einem Fall, der lediglich das Problem beinhaltet, wird ebenfalls geringere Aufmerksamkeit zuteil. Generell ist es förderlich, dem Vendor Support direkt einen Lösungsansatz zu mitzuliefern.

5 Kniffe für das Fallmanagement

Der richtige Umgang mit dem Vendor Support will gelernt sein. Es gibt einige Tipps, die Ihnen das Fallmanagement erleichtern und die Bearbeitung Ihrer Anfrage beschleunigen können:

Ein Fall, ein Problem Bei mehreren Anliegen gilt die Grundregel: Eröffnen Sie immer einen separaten Fall. Der Vendor Support bekommt unzählige Anfragen pro Tag. Er wird danach bewertet, wie viele Tickets er in einer bestimmten Zeit bearbeitet und gelöst hat. Es liegt nahe, dass sich ein Mitarbeiter zunächst den Fällen widmet, die ihm schnell von der Hand gehen. Ein Sammelfall beansprucht weitaus mehr Zeit.
Lösungsmöglichkeit mitliefern Grundsätzlich ist es hilfreich, wenn Sie ein Problem mit einem entsprechenden Lösungsansatz kommunizieren. Der Support-Mitarbeiter arbeitet Ihre Anfrage einfach ab, ohne sich großartig mit der Problemlösungs-Möglichkeit befassen zu müssen.
Anrufen lassen Je nach Problemumfang besteht die Möglichkeit, sich anrufen zu lassen und direkt mit dem Vendor Support zu sprechen. Es kann sein, dass ein Fall so schneller gelöst werden kann als auf dem Schriftweg. Im Anschluss an das Telefonat verschriftlicht der Support-Mitarbeiter Ihr Anliegen und eröffnet eigenständig einen Fall.
Dranbleiben Es kommt vor, dass eine Bearbeitung auf sich warten lässt. Bleiben Sie dran und haken Sie täglich nach, bis das Problem gelöst wurde. Ihre Anfrage wird von Mal zu Mal als dringlicher eingestuft.
Fälle wiedereröffnen Manche Fälle werden geschlossen, obwohl noch keine Lösung gefunden wurde. Dies geschieht meist nach 14 Tagen. Im Anschluss bittet man Sie darum, einen neuen Fall zu erstellen. Stattdessen sollten Sie den alten Fall erneut eröffnen. Dazu steht Ihnen meist nur eine geringe Zeitspanne zur Verfügung.

Unser erfahrenes Team übernimmt für Sie das Managment Ihres Vendor Accounts. Sprechen Sie uns an!

Vendor Manager verstehen Header

Wie Sie Ihren Amazon Vendor Manager verstehen

2019-04-02 Von Amazon News, Vendor & Seller Central, Vendor Account Management, Vendor Central 0 thoughts on “Wie Sie Ihren Amazon Vendor Manager verstehen”

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Amazon setzt eine gute Beziehung zu Ihrem Vendor Manager voraus. Wir zeigen Ihnen, wer der Vendor Manager ist, welche Ziele er verfolgt und mit welchen Herausforderungen er zu kämpfen hat. Kurz: Wir helfen Ihnen, ihn besser zu verstehen.

Wer ist der Vendor Manager?

Vendor Manager sind vielbeschäftigte Menschen, die mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen müssen. Zu Ihrem Zuständigkeitsbereich rund um die Vendor-Betreuung zählen unter anderem:

  • Umsatz
  • Gewinne und Verluste
  • Marketing
  • Werbeaktionen
  • Lieferantenverhandlungen
  • Kundenzufriedenheit

Innerhalb ihres straffen Zeitplans mit fast unerreichbaren Jahreszielen kümmern sie sich um circa 50-150 Vendor Accounts, manchmal sogar mehr. Der Fokus liegt auf Daten und Fakten sowie der Customer Experience – eine persönliche Beziehung zu ihren Lieferanten ist zweitrangig.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Vendor Management eine hohe Fluktuationsrate aufweist. Amazon verfolgt ein Rotationsmodell, das Mitarbeiter regelmäßig die Abteilung wechseln lässt. Wenn Sie schon länger Vendor sind, werden Sie bemerken, dass Ihre Ansprechpartner von Zeit zu Zeit wechseln.

Ziele und Herausforderungen eines Vendor Managers

Um Ihren Vendor Manager besser verstehen zu können sollten Sie wissen, welche Ziele er verfolgt und welchen Herausforderungen er sich stellen muss. Die zwei Hauptziele des Vendor Managers sind:

  • Umsatz innerhalb der Kategorie erzielen
  • Profitabilität erhöhen

Sollte es sich um eine neue Kategorie handeln, kommt ein weiteres Ziel hinzu: der Sortimentsaufbau.

Hinweis: Ziel eines Vendor Managers ist es nicht, bestimmte Marken oder Produkte nach vorne zu bringen.

Aufgaben priorisieren
Kein Vendor Manager ist dem hohen Arbeitsaufwand gewachsen. Seine größte Herausforderung liegt in der Priorisierung. Es heißt, ein guter Mitarbeiter bewältige circa 70% seiner Arbeit. Die Kunst liegt darin, herauszufinden, was die übrigen 30% ausmacht.

Aufgrund der steigenden Anzahl an Vendoren ist es nicht möglich, jedem Hersteller das gleiche Maß an Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Amazon-interne Prozesse ordnen Hersteller nach Relevanz.

Lieferanten, die keinen entscheidenden Einfluss auf die Zielerreichung des Vendor Managers haben, wird in zunehmendem Maße kein persönlicher Amazon-Ansprechpartner mehr zur Verfügung stehen. Ihre Betreuung findet halbautomatisiert bzw. automatisiert statt.

Zur Arbeitserleichterung führt Amazon laufend neue Self Services ein. In Zukunft werden Hersteller mehr und mehr auf sich alleine gestellt sein und Support-Aufgaben eigenständig lösen müssen.

Profitabilität
Eingeschränkt in ihrer Handlungsbefugnis agieren Vendor Manager größtenteils fremdgesteuert. Die Preise werden vom System gesetzt und die Industrie ist nicht dazu bereit, das automatisierte Preis-Matching Amazons zu refinanzieren.

Um die Kategorie-Profitabilität zu steigern, ist der Vendor Manager auf seine Lieferanten angewiesen. Diese könnten ihm beispielsweise bessere Konditionen oder bessere Einkaufspreise gewähren.

Hinweis: Je mehr Sie investieren, desto eher stützen Sie Ihre Profitabilität. Der Vendor Manager würdigt Ihr proaktives Handeln und Ihnen wird eine erhöhte Aufmerksamkeit zuteil.

Fazit

Verständnis gegenüber Ihres Vendor Managers schafft die nötige Basis für eine vielversprechende Partnerschaft und langfristigen Erfolg auf Amazon. Nur wenn Sie Ihrem Ansprechpartner lösungsorientiert entgegentreten, wird Sie dieser zu schätzen wissen.

Die Entscheidungsbefugnisse von Vendor Managern nehmen von Jahr zu Jahr weiter ab. Je etablierter die Kategorie, desto geringer die Möglichkeit der manuellen Einflussnahme. In vielen Fällen ist es mittlerweile effektiver, aufkommende Probleme über das Fallmanagement und den Vendor Support zu lösen.

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Hybridmodell-Header

Das Amazon Hybridmodell: Vendor & Seller Central kombinieren

2019-03-15 Von Amazon News, Seller Central, Vendor & Seller Central, Vendor Central 0 thoughts on “Das Amazon Hybridmodell: Vendor & Seller Central kombinieren”

Hersteller und Händler haben verschiedene Möglichkeiten, ihre Waren über Amazon zu vertreiben. Dafür stehen zwei Formen der Zusammenarbeit mit dem Handelsriesen zur Verfügung: Vendor Central und Seller Central.

Immer mehr Anbieter entscheiden sich für das Hybridmodell und treten sowohl als Vendor als auch Seller auf. Worauf Sie dabei achten müssen? Wir geben Ihnen Antworten auf diese und weitere Fragen:

Was ist das Hybridmodell?

Bei dem hybriden Vertriebsmodell agiert der Hersteller gleichzeitig als Vendor und Seller. Erstere verkaufen ihre Waren an Amazon und besetzen die Lieferantenrolle. Der E-Commerce-Riese ist Eigentümer der Produkte und kümmert sich um Logistik, Vertrieb und Versand. Auch die Preisgestaltung sowie das Retourenmanagement inklusive Kundenkontakt liegen beim Vendor-Programm im Verantwortungsbereich Amazons.

Seller sind selbst für den Verkauf ihrer Waren zuständig. Sie nutzen Amazon als Marktplatz und sind zu jedem Zeitpunkt Produkt-Eigentümer. Nutzer des Seller Centrals profitieren von vollständiger Kontrolle über Verkaufspreise und Warenbestände. Sie treten direkt mit  Endkunden in Kontakt und managen Versand sowie Retouren. Wahlweise können sie Fulfillment by Amazon (FBA) buchen. In diesem Fall wickelt Amazon unter anderem den Versand ab und bearbeitet Retouren.

Das Hybridmodell kombiniert die beiden Vertriebsformen. Diese Art der Geschäftsbeziehung beinhaltet sowohl Vorteile als auch Risiken.

Achtung: Seller Central bedeutet generell einen höheren Arbeitsaufwand. Eine hybride Verkaufsstrategie setzt eine sorgfältige Vorbereitung voraus. Sie sollten sich entweder überlegen, ein internes Team aufzubauen, das Ihren Seller Account managt oder eine externe Agentur dazu beauftragen.

Vorteile des Hybridmodells

Grundsätzlich verspricht das Hybridmodell mehr Flexibilität und höhere Sicherheit. Mithilfe einer durchdachten Marktplatzstrategie können Sie sich die Vorteile des Modells zu Nutzen machen:

  • Verfügbarkeit der Produkte sicherstellen
  • mehr Kontrolle über Preisgestaltung
  • Produkte schneller listen
  • spezifische Analysedaten  über Seller Central
  • logistische Vorteile
  • Profitabilitätsprobleme umgehen

Verfügbarkeit gewährleisten
Vendoren sind darauf angewiesen, dass Amazon Ware bei ihnen bestellt, um die Verfügbarkeit gewährleisten zu können. Es kann viele verschiedene Gründe haben, warum Amazon keine Bestellungen aufgibt, wie zum Beispiel geringe Nachfrage, unzureichende Profitabiliät oder eine mangelnde Lieferanten-Performance seitens des Vendors.

Falls der Handelsriese die Buybox aufgrund mangelnder Verfügbarkeit verlieren sollte, haben Sie die Möglichkeit, mit Ihrem Seller Account “nachzurücken” und eine Out of Stock-Situation zu vermeiden. Denn: Als Seller haben Sie die volle Kontrolle über Ihren verfügbaren Lagerbestand. Um in der Bubyox zu landen ist zudem eine gute Seller Performance essenziell. Einflussfaktoren für diese sind beispielsweise der Preis, die Lieferkonditionen und Kundenbewertungen.

Preishoheit
Im Vendor-Programm agiert Amazon als Händler und nimmt Preisanpassungen eigenständig vor. Seller haben die Preishoheit über ihre Produkte. In der Preisgestaltung sind sie daher flexibler und unabhängiger.

Produkte schneller anlegen
Seller können ihre Produkte in kürzerer Zeit auf Amazon verfügbar machen. Dies gilt für alle Ländermarktplätze. Sie besitzen die Möglichkeit, Artikel umgehend online zu stellen. Vendoren müssen meist mehrere Wochen darauf warten, dass Amazon einen Artikel hochlädt.

Analysedaten
Vendoren stehen zum Teil nicht besonders aussagekräftige Analysedaten zur Verfügung. Es handelt sich meist nur um relative Werte oder Indexwerte. Mit Ihrem Seller Account erhalten Sie aussagekräftige Informationen zu wichtigen Kennzahlen, wie zum Beispiel die Conversion Rate.

Logistik
Einige Produkte stuft Amazon aus verschiedenen Gründen als problematisch ein und verweigert deren Lagerung. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Artikel, die als Gefahrengüter deklariert sind.

Im Hybridmodell haben Sie die Möglichkeit, diese Produkte über Ihren Seller Account zu vertreiben, da die Produkte, wenn Sie sie über Fulfillment by Merchant (FBM) anbieten nicht durch Amazon gelagert werden müssen.

CraP-Status vermeiden
Produkte, deren Verkauf Amazon als nicht profitabel einstuft, werden intern als CraP-Produkte betitelt. Diese Can’t realize any Profit-Artikel wird Amazon nicht mehr nachbestellen. Die häufigsten Ursachen für den CraP-Status sind Preisdruck sowie hohe Versand- und Lagerkosten im Verhältnis zum Warenwert.

Best Practice: Lassen Sie CraP-Produkte in Ihrem Vendor Account auslaufen. Anschließend können Sie die Artikel auf Ihren Seller Account übersiedeln und fortan darüber vertreiben.

Mögliche Risiken des Hybridmodells

Eine kombinierte Verkaufsstrategie sollte gut durchdacht sein, denn das Hybridmodell birgt auch einige Fallstricke. Unter Umständen toleriert Amazon den Seller Account nicht oder sperrt einzelne Produkte für den Vertrieb über diesen.

Das Hybridmodell stellt Markenhersteller vor eine Reihe von Herausforderungen:

  • erhöhter Arbeitsaufwand
  • Kundenzufriedenheit
  • länderspezifische Gesetze
  • Wettbewerb mit eigenen Großhandelskunden

Arbeitsaufwand
Das Hybridmodell umfasst das Management von Seller und Vendor Central. Voraussetzung dafür ist ein Grundverständnis beider Systeme. Zusätzlich zu Ihrem Vendor Account sind Sie als Seller u.a. für Lagerung (inkl. Arbeitskosten), Steuerung des Inventars, Kundenbestellungen, Customer Support und Steuerwesen verantwortlich.

Kundenzufriedenheit
Amazon legt den Fokus darauf, das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu sein. Hiervon profitieren Vendoren, da der Handelsriese Versand, Customer Support und Retourenabwicklung besonders kundenorientiert gestaltet.

Beim Seller-Modell fallen diese Aufgaben in den eigenen Verantwortungsbereich. Seller sind dazu gezwungen, Amazons hohe Ansprüche im Hinblick auf Kundenfreundlichkeit ebenfalls zu erfüllen. Falls Retourenabwicklung oder Kundenbetreuung nicht zufriedenstellend funktionieren, wird der Seller von Amazon-Kunden schlecht bewertet. Dies hat wiederum negative Auswirkungen auf die gesamte Seller Performance. Im schlimmsten Fall sperrt Amazon den Seller Account.

Länderspezifische Gesetze
Im Fall des Vendor-Programms ist Amazon als Verkäufer für die rechtlichen Belange verantwortlich, die sich aus dem internationalen Verkauf ergeben. Bei einem Seller Account müssen Sie sich allerdings mit den länderspezifischen Gesetzen vertraut machen, wie u.a. der Umsatzsteuer-Richtlinie. Als Seller sind Sie an alle rechtlichen Vorgaben des jeweiligen Landes gebunden, in dem Sie verkaufen.

Wettbewerb mit eigenen Großhandelskunden
Durch das Hybridmodell entsteht eine direkte und offensichtliche Wettbewerbssituation mit Ihren Distributoren. Ihr Seller Account konkurriert mit Ihren Großhandelskunden u.a. um die Buybox.

Fazit

Die Wahl des richtigen Modells hängt von der übergeordneten E-Commerce- und Distributionsstrategie Ihres Unternehmens ab und muss im Einzelfall individuell betrachtet werden. Damit das Hybridmodell funktionieren kann, müssen sich Markenhersteller über den hohen Arbeitsaufwand im Klaren sein. Außerdem besteht die Gefahr, dass Amazon den Seller Account gegebenenfalls sperrt und unter Umständen auch keinen triftigen Grund dazu angibt.

In einigen Fällen bietet das Hybridmodell eine sinnvolle Vertriebsvariante und Sie können sich die Vorteile von Vendor- und Seller-Programm zu Nutzen machen. Die Unterschiede zwischen den beiden Modellen verschmelzen allerdings immer mehr.

Darüber hinaus schränkt Amazon die Wahlfreiheit zwischen den beiden Programmen zunehmend ein und gibt Anbietern vor, ob sie als Seller oder Vendor verkaufen sollen.  Es sieht sogar danach aus, als würden beide Programme in absehbarer Zeit zu einem “One Vendor Modell” zusammengelegt werden.

factor-a bietet fachspezifisches Know-how für eine umfassende Marktplatzstrategie auf Amazon. Sprechen Sie uns an!

International verkaufen mit Amazon

Internationalisierung: Cross-Border Sourcing durch Amazon vorbeugen

2019-02-25 Von Amazon News, International verkaufen, Vendor Account Management 0 thoughts on “Internationalisierung: Cross-Border Sourcing durch Amazon vorbeugen”

Sobald das Geschäft auf amazon.de läuft, ist es verführerisch weitere Länder-Marktplätze des Handelsriesen ins Visier zu nehmen. Um das gebotene Potenzial für sich zu nutzen und Fallstricke zu vermeiden, gilt es schon vor der Internationalisierung die richtigen Weichen zu Stellen.

Eine weit verbreitete Herausforderung ist Amazons Cross-Border Sourcing. Sobald ein Produkt nicht lieferbar ist oder die Konditionen nicht stimmen, besteht die Gefahr, dass Amazon es von anderen Quellen bezieht. Dazu gehören auch andere Ländergesellschaften derselben Marke. Vor allem im europäischen Raum sucht der Online-Gigant stets nach dem attraktivsten Vendor, um Preisvorteile für sich zu nutzen.

Sie denken darüber nach, international zu verkaufen? Wir informieren Sie über Risiken und Möglichkeiten.

Drei Gründe für Amazons Cross-Border Sourcing

Warenbeschaffung aus dem Ausland ist weit verbreitet. Die Menge an Amazon Fulfillment Centern weltweit begünstigt die Umlagerung von Waren zusätzlich.

Ein länderübergreifender Einkauf Amazons kann verschiedene Ursachen haben:

Grund Erklärung
Einkaufspreise Amazon bestellt automatisch bei der Einkaufsquelle, die den besten Einkaufspreis anbietet. Dies kann eine beliebige Ländergesellschaft Ihrer Marke oder ein (Groß-)Händler sein.
Operative Leistung / Compliance Amazon achtet auf die strikte Einhaltung der Lieferfenster, der Verpackungsrichtlinien und der Logistik seiner Lieferanten. Lieferanten, die die gewünschte Menge liefern, flexibel genug sind, um pünktlich zu liefern und über die beste Verpackung verfügen, erhalten eher Bestellungen.
Verfügbarkeit Sollte ein gefragtes Produkt nicht verfügbar sein, wird Amazon versuchen, eine andere Quelle zu identifizieren. Dies gilt sowohl für kurzfristige Lieferschwierigkeiten als auch für Produkte, die sich am Ende des Lebenszyklus befinden.

 

Amazons Cross-Border-Sourcing vorbeugen

Grenzübergreifender Wettbewerb und Preistransparenz nehmen stetig zu. Um langfristig erfolgreich zu bleiben, ist es unabdingbar, eine geeignete EU-weite Strategie zu entwickeln.

Eine Harmonisierung von Preisen und Konditionen auf europäischer Ebene kann helfen, Cross-Border-Sourcing vorzubeugen. Anstelle von separaten Länder-Accounts sollte daher bestenfalls ein EU-Account genutzt werden. Etwaige interne Konkurrenzsituationen zwischen einzelnen Ländergesellschaften eines Unternehmens stehen diesem Vorhaben jedoch häufig im Weg. Eine europaweite Steuerung ist daher oft nur schwer realisierbar.

Best Practice: Bei allen preis- oder sortimentspolitischen Entscheidungen auf nationaler Ebene sollten Sie stets die möglichen Auswirkungen auf internationaler Ebene beachten. Um Potenziale und Skaleneffekte auszuschöpfen ist eine europäische, länderübergreifende Strategie unerlässlich.

International verkaufen: Modelle für europäische Amazon-Marktplätze

Im Fall einer Internationalisierung haben Vendoren die Möglichkeit, unterschiedliche Verträge mit Amazon abzuschließen. Es stehen entweder europaweite Vereinbarungen oder individuelle, länderspezifische Vertragsmodelle zur Wahl.

PAN-EU Account

Bei dieser Variante bezieht ein Vertrag alle EU-Länder mit ein. Dies gilt für den gesamten Prozess von der Verhandlung bis hin zum Verkauf.

Ein PAN-EU Account gewährleistet größere Handlungsspielräume, da für alle beteiligten Marktplätze die gleichen Bedingungen gelten, wie zum Beispiel Einkaufspreise, Retouren-Vereinbarungen. Dies verringert die Gefahr des Cross-Border Sourcings.

Für Hersteller, die mit größeren Warenströmen arbeiten, kann darüber hinaus ein Kostenvorteil entstehen. Sie erzielen Rabatte durch die Verhandlung höherer Abnahmemengen mit ihren Fabrikanten. Die erzielten Rabatte können Hersteller direkt an Amazon weitergeben. Meist werden die gebündelten Warenmengen via Container unmittelbar von der Fabrik aus an Amazon geliefert. Dies spart zusätzlich Logistikkosten ein.

Individuelle Länderverträge je Marktplatz

Spezifische Länder-Accounts hingegen bedeuten pro Land ein Vertrag. Der Verhandlungsprozess ist zwar weniger kompliziert, doch durch die separate Steuerung eines Ländermarktplatzes wächst die Gefahr des Cross-Border Sourcings.

Um dies zu vermeiden, müssen für jeden Marktplatz exakt identische Konditionen mit Amazon verhandelt werden – und zwar auf den Cent genau. Denn: Amazon sourced bei Bedarf europaweit im Land mit den günstigsten Konditionen.

Mögliche Maßnahmen gegen Cross-Border Sourcing

Um Cross-Border Sourcing entgegenzuwirken, stehen einige Lösungsansätze zur Verfügung:

Vereinheitlichung von Konditionen und Preisen
Sie sollten versuchen, Konditionen über sämtliche Länder hinweg zu harmonisieren. Nur so werden Umlagerungen für Amazon unattraktiv. Hierbei gilt es, für jedes Land die geeignete Balance zwischen Einkaufspreisen und nachgelagerten Konditionen zu finden.

Länderspezifische Angebote
Möglichst international verwendbare Produkte begünstigen Cross-Border Sourcing. Manche kleinere Online-Händler beziehen Waren zum Beispiel aus Osteuropa und bieten sie günstig und als Neuware auf amazon.de an. Um die Artikel für den deutschen Markt auszustatten, werden sie umverpackt und die Bedienungsanleitungen entsprechend ersetzt. Amazon interessiert sich hingegen nicht dafür, ob beispielsweise ein französischer Kunde sein geordertes Produkt in einer deutschen Umverpackung erhält oder nicht. Ein möglicher Lösungsansatz ist die Etablierung exklusiver Produktfeatures, um gezielt einzelne Länder-Marktplätze zu bedienen.

Ein weiterer Faktor, der Cross-Border-Sourcing begünstigt, sind europaweit einheitliche EANs (European Article Number). Werden für die wichtigsten Märkte eigene Artikelnummern vergeben, erschwert dies einen länderübergreifenden Transfer.

Seriennummern tracken
Serial Number Tracking bedeutet zwar einen enormen Aufwand, zahlt sich jedoch aus. Um Warenströme verfolgen zu können, müssen international agierende Unternehmen zunächst ein Seriennummer-Tracking einführen. Dies sorgt auf lange Sicht für einen transparenteren Umgang mit Amazon und schafft eine zuverlässige Datengrundlage.

Amazon baut seine EU-weiten Programme zur Warenbeschaffung kontinuierlich aus und profitiert hierbei von fehlenden länderübergreifenden Strategien der Unternehmen. Langfristiger Erfolg setzt voraus, sich mit den Gefahren durch Cross-Border-Sourcing auseinanderzusetzen.

factor-a bietet Ihnen eine umfassende Betreuung und fachspezifisches Know-how rund um das Thema Internationalisierung auf Amazon. Sprechen Sie uns an!

Vendor Central vs. Seller Central: Was ist für mein Unternehmen das Richtige?

2016-06-27 Von Amazon News, Seller Central, Vendor & Seller Central, Vendor Central 0 thoughts on “Vendor Central vs. Seller Central: Was ist für mein Unternehmen das Richtige?”

Das Amazon-Ökosystem

Informationsbeschaffung: Amazon beschafft sich Information darüber, was Kunden in einem bestimmten Segment möchten, vorwiegend indem das Unternehmen zunächst als Händler oder Marktplatzbetreiber auftritt und Verkäufe dokumentiert. So versteht der Konzern, wo die Nachfrage liegt…

Wertschöpfung: …und kann die Produkte oder Dienstleistungen, bei denen es genügend Marge gibt, selbst anbieten. Weil so viele Stufen der Wertschöpfungskette – von der Herstellung über die Produktpräsentation und –verschickung bis zum Kundenkontakt – bei Amazon liegen, hat der Konzern immer die Möglichkeit, seine eigenen Erzeugnisse dazwischenzuschalten.

Optimierung: Amazon ist der Überzeugung, dass Prozesse immer optimiert werden können. In den Lagerhallen werden bereits Menschen gegen Maschinen ausgetauscht, denn letztere arbeiten fehlerfrei und sind billiger. Auch sinnbildlich hierfür: Amazon ist führend im Bereich Grid-Computing. Hierbei wird die freie Rechenkapazität aller angeschlossenen Computer weltweit verfügbar gemacht. (mehr …)

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