Posts tagged "Sponsored Products"

Markenschutz durch Amazon Sponsored Ads sichern

2019-05-22 Von Amazon Advertising, Amazon News, Amazon Sponsored Ads 0 thoughts on “Markenschutz durch Amazon Sponsored Ads sichern”

Die Konkurrenz schläft nicht. Um sich auf Amazon durchzusetzen, müssen sich Markenhersteller mit einer zielführenden Marketingstrategie befassen. Dazu gehört auch, seine Marke zu schützen und offensiv ausgerichtete Sponsored Ads-Kampagnen der Wettbewerber gezielt abzuwehren.

Oft wird der Einsatz von defensiven Kampagnen zum Markenschutz auf Amazon vernachlässigt. Es kommt immer wieder vor, dass Konkurrenten relevante Anzeigenplätze besetzen und User in Ihrem Kaufprozess beeinflussen. Wie Sie sich dagegen wappnen und Ihre Marke auf Amazon schützen können? Wir geben Ihnen Antworten auf diese und weitere Fragen:

Defensive Sponsored Ads-Kampagnen aufsetzen

Um eine erfolgreiche Abwehrstrategie auf Amazon zu fahren, sollten Sie das Potenzial von Sponsored Ads nutzen und defensive Kampagnen mit allen drei möglichen Anzeigenformaten schalten. Nur ein allumfassender Einsatz trägt zum bestmöglichen Schutz Ihrer Marke bei.

Vorgehensweise bei defensiven Sponsored Ads-Kampagnen

  1. Keyword-Recherche: Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick und recherchieren Sie alle markenrelevanten Keywords für Ihre eigenen Produkte. Diese Suchbegriffe beinhalten die Marke, die Produktbezeichnung und/oder die herstellerspezifische Artikelnummer. Beispiele sind: “Bose Kopfhörer”, “Safari UltraSharp Fernglas”, “Werkzeugbox leer STST1-71197” u.v.m. 
  2. Marken- & produktrelevante Suchbegriffe bespielen: Damit die Konkurrenz keine Werbeplätze basierend auf Ihrer Marke benutzt, sollten Sie gezielt Sponsored Brands (SBs) und Sponsored Products (SPs) auf produkt- und markenrelevante Keywords schalten. Gleichzeitig wird Ihre Markenpräsenz in den Suchergebnissen gesteigert.
  3. Eigene Produkte targeten: Zusätzlich sollten Sie die eigenen ASINs (Amazon Standard Identification Numbers) mit Product Display Ads (PDAs) und Sponsored Products mit Produktausrichtung bespielen. Erst so sichern Sie Ihre Produktdetailseiten vor Mitbewerbern.
  4. Cross- & Up-Selling betreiben: Neben dem Markenschutz begünstigen defensive Kampagnen das Cross- und Up-Selling. Durch die Anzeigenschaltung auf Produktdetailseiten können Sie sowohl substitutive als auch komplementäre Artikel anbieten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Warenkorbwert erhöht, steigt.

Warum ist Markenschutz auf Amazon wichtig?

Besonders Hersteller von etablierten, bekannten Brands benötigen eine ausgeklügelte Abwehrstrategie zum Markenschutz. Gerade wenn Kunden Ihre Marke synonym für eine gesamte Produktsparte nutzen, schalten Wettbewerber vermehrt offensive Kampagnen auf Ihre Marken- und/oder Produktkeywords.

Der Suchbegriff “Uhu” wird zum Beispiel allgemein für Klebstoff verwendet. Auf der Suchergebnisseite schalten andere Anbieter Sponsored Brands, um auf ihre günstigere Marke aufmerksam zu machen.

Beispiel Sponsored Brand

Beispiel einer fremden SB auf der Suchergebnisseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

Neben SB-Anzeigen sollten Markenhersteller zudem auf Sponsored Products setzen: Viele User nehmen gesponserte Produkte gar nicht als solche wahr, sondern stufen diese als bestes natürliches Ergebnis ihrer Suchanfrage ein.

In Verbindung mit positiven Bewertungen und einem angemessenen Preis, können substitutive Artikel Ihrer Wettbewerber schnell Kaufinteresse wecken und potenzielle Kunden abwerben.

Das Keyword “Bosch Trockner” spielt zwar eine Sponsored Brand-Anzeige aus, unmittelbar darunter wird der Amazon User jedoch mit zwei Wettbewerber-Produkten konfrontiert. Erst im Anschluss erscheint das erste organische Suchergebnis, ein Bosch Wärmepumpentrockner.

Beispiel Sponsored Product

Beispiel offensive SP-Kampagne von Wettbewerbern (Quelle: Screenshot amazon.de)

Um kein Risiko einzugehen, sollte man sowohl SB- als auch SP-Kampagnen anlegen und markenspezifische Suchbegriffe targeten. So verhindern Sie, dass Ihre Kunden auf andere Marken aufmerksam werden und bei der Konkurrenz kaufen.

Markenschutzaus Amazon: Beispiel Sponsored Brand und Sponsored Products

Beispiel für defensive Kampagnen mit Sponsored Brand und Sponsored Products (Quelle: Screenshot amazon.de)

Entgegen der Annahme, SBs und SPs seien ausreichend, um die eigene Brand zu schützen, ist ebenso der Einsatz von SPs mit Produktausrichtung und PDAs essenziell.

Hinweis: Lassen Sie nicht außer Acht, dass Wettbewerber unter Umständen nicht nur keywordbasierte Kampagnen schalten, sondern auch fremde ASINs targeten.

Was bringt Ihnen der Einsatz von Sponsored Products und Sponsored Brands, wenn der Kunde kurz vor Kaufabschluss noch abspringt? In unserem Beispiel werden potenzielle Käufer auf der Produktseite des Herstellers auf einen Artikel der Konkurrenz aufmerksam gemacht.

Beispiel Product Display Ads

Beispiel von zwei fremden PDAs auf der eigenen Produktdetailseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

User, die nach einem Schuhregal suchen, könnten sich durch die PDA auf der Detailseite angesprochen fühlen. Sie werden vom eigentlichen Produkt weggelenkt und der Wettbewerber, hier Songmics, erzielt den Umsatz. Der Kaufabschluss kann gleich zwei negative Konsequenzen haben:

  • Das Werbebudget wird verschenkt.
  • Höhere Absatzzahlen durch die PDA des Schuhregals wirken sich möglicherweise positiv auf die Platzierung des Produkts in den organischen Suchergebnissen aus.

Um solche offensiven Kampagnen seiner Wettbewerber zu unterbinden, schaltet man Anzeigen auf seine eigenen ASINs. Bestenfalls halten sich  Amazon-User nur innerhalb des eigenen Produktportfolios auf und erwerben dort ihr Wunschprodukt.

Eigene Produktdetailseiten zu targeten, eignet sich besonders für das Cross- und Up-Selling. Sie können sowohl ergänzende Artikel zum Hauptprodukt bewerben, als auch Anzeigen mit höherpreisigen, substitutiven Produkte schalten. Der Warenkorbwert kann dank beider Varianten steigen.

Natürlich können Sie auch Gebrauch von offensiven Kampagnen machen und Wettbewerber-ASINs und Keywords targeten. Solche Maßnahmen sollten jedoch reiflich überlegt sein.

Die drei Anzeigetypen für defensive Kampagnen

Zusammenfassend erhalten Sie hier einen Überblick darüber, wie das Targeting bei SBs, SPs und PDAs ausgerichtet werden sollte und welche Ziele sich dadurch erreichen lassen:

Anzeigeformat Targeting Intention / Effekt
Sponsored Brands (SBs) Marken- und produktrelevante Keywords Wettbewerber sollen keine markeneigenen Suchbegriffe besetzen

Markenpräsenz auf den Suchergebnisseiten wird erhöht

Cross- & Up-Selling

Sponsored Products (SPs) Marken- und produktrelevante Keywords

Produkt-Targeting eigener ASINs

Wettbewerber sollen keine markeneigenen Suchbegriffe besetzen

Markenpräsenz auf den Suchergebnisseiten und den eigenen Produktdetailseiten wird erhöht

Kunden sollen sich nicht kurz vor Kaufabschluss für ein Konkurrenzprodukt entscheiden

Cross- & Up-Selling

Product Display Ads (PDAs) Produkt-Targeting eigener ASINs Kunden sollen sich nicht kurz vor Kaufabschluss für ein Konkurrenzprodukt entscheiden

Cross- & Up-Selling

Fazit

Für den Erfolg auf Amazon ist die Festigung und Verteidigung der eigenen Marke und Position unabdingbar. In der Praxis wird der Markenschutz auf Amazon meist vernachlässigt und wertvolles Potenzial verschwendet. Eine sorgfältig vorbereitete und durchdachte Strategie, die alle drei  Sponsored Ads-Anzeigetypen miteinbezieht, kann für wirkungsvollen Schutz sorgen.

Defensive Kampagnen basieren auf einer umfassenden Recherche marken- und produktspezifischer Keywords. Entsprechend gut vorbereitet können Kampagnen zielführend eingesetzt werden und zur Steigerung des Umsatzes führen.

Informationen zu Amazon Advertising finden Sie in unserem Whitepaper zu Amazon Sponsored Ads. factor-a betreut sie bei einer erfolgreichen Marktplatzstrategie für Ihr Amazon Business. Sprechen Sie uns an!

Amazon ASIN-Targeting

Produkt-Targeting auf Amazon: Sponsored Products & Product Display Ads

2019-02-15 Von Amazon Advertising, Amazon News, Amazon Sponsored Ads 0 thoughts on “Produkt-Targeting auf Amazon: Sponsored Products & Product Display Ads”

Amazon Sponsored Ads (ehemals Amazon Marketing Services, kurz: AMS) setzen sich aus verschiedenen Anzeigentypen zusammen, die teilweise unterschiedliche Ausspielmöglichkeiten aufweisen. So waren Product Display Ads (PDAs) bis vor Kurzem das einzige Werbemittel des SA-Portfolios, mit dem gezielt Produktdetailseiten bespielt werden konnten (ASIN-Targeting). Das ist jetzt Geschichte. Mit den neuen Produkt-Targeting-Optionen für Sponsored Products (SPs) bekommen PDAs nun Gesellschaft.

Was bedeutet das Amazon Advertising Update für Marketingtreibende? Wir liefern die Antwort auf diese und weitere Fragen:

Einsatzmöglichkeiten des ASIN-Targetings

Beim ASIN-Targeting werden Ads (unter anderem) auf zuvor definierten Produktdetailseiten ausgespielt. Produkte können auf diese Weise sowohl auf den eigenen ASINs als auch auf ASINs von Fremdartikeln beworben werden. Hieraus ergeben sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten:

Cross-/ Up-Selling
Beim Cross- bzw. Up-Selling werden ASINs aus dem eigenen Portfolio getargetet. Die beworbenen Produkte ergänzen den bespielten Artikel oder stellen eine höherpreisige Alternative dar. Ziel ist in beiden Fällen, den Warenkorbwert zu steigern.

Schutz der eigenen Marke
Indem Sie die eigenen Produkte targeten, betreiben Sie nicht nur Up- und Cross-Selling. Sie verhindern auch, dass Wettbewerber Ads auf Ihren Produktdetailseiten platzieren und Kunden kurz vor Kaufabschluss abfangen. Hierbei handelt es sich um eine wichtige – aber oft vernachlässigte – Maßnahme zum Markenschutz.

Awareness
PDAs und SPs sind geeignete Werbemittel, um potenzielle Kunden auf die eigene Marke aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck platzieren Marketingtreibende zum Beispiel Ads auf Produkten von Wettbewerbern. Geht es um Brand Awareness, stellen insbesondere PDAs ein leistungsstarkes Werkzeug dar, weil sie nicht nur anhand von Produkten und Kategorien, sondern zusätzlich auf  Basis von Kundeninteressen ausgespielt werden können.

Downgrading vermeiden: Wenn Sie eigene Produkte targeten, sollten Sie darauf achten, kostengünstige Alternativprodukte nicht auf hochpreisigen Pendants zu schalten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden potenzielle Käufer zum günstigeren Produkt greifen.

 

Screenshot Produktdetailseite PDA + SP

PDA und SP auf einer Produktdetailseite (Quelle: Screenshot.amazon.de)

SPs und PDAs im Vergleich

Beide Anzeigentypen weisen zahlreiche Parallelen auf. Doch es gibt auch Unterschiede zwischen den Sponsored Ads Formaten. Sie können Einfluss auf ihren strategischen Einsatz nehmen.

Kategorie ASIN-basierte Sponsored Products Product Display Ads
Platzierung Auf Produktdetailseiten:

– unter den Bullet Points
– als Banner “Gesponserte Produkte”

Oberhalb, unterhalb oder zwischen den organischen Suchergebnissen

Auf Produktdetailseiten:

– unter den Bullet Points
– in der Nähe der Buybox

Targeting

Einzelne ASINs

Sämtliche Produktkategorien

Einzelne ASINs

Vordefinierte Produktkategorien, die Amazon als relevant für die beworbenen Artikel einstuft

Interessengruppen

Negatives Targeting

Einzelne ASINs

Marken

Gestaltung Logo, Titel und Slogan
Reporting Performance-Daten werden auf ASIN-Ebene ausgegeben Performance-Daten werden auf Kampagnen-Ebene ausgegeben

 

Hinweise und Kniffe zum Produkt-Targeting

Der kombinierte Einsatz von SPs und PDAs eröffnet Potenziale, stellt Marketingtreibende aber auch vor Herausforderungen. Unsere Hinweise bzw. Tipps helfen Ihnen dabei, sie zielführend einzusetzen.

Phase im Sales Funnel

Product Display Ads sowie ASIN-basierte Sponsored Products treten meist am Ende des Kaufentscheidungsprozesses in Erscheinung. Durch ihre Ausspielung auf Produktdetailseiten und ihre Nähe zur Buybox bieten sie eine besonders effiziente Gelegenheit, potenzielle Kunden kurz vor Kaufabschluss anzusprechen.

ASIN-basierte SPs können bereits in den Suchergebnissen auftauchen. Voraussetzung dafür ist, dass das bespielte Produkt weit vorne in den organischen Suchtreffern rangiert. Hier ein Beispiel: Hersteller A schaltet eine ASIN-basierte SP-Anzeige auf ein Produkt von Hersteller B. Wird Produkt B nun in den Suchergebnissen angezeigt, so wird auch die Werbeanzeige für Produkt A ausgespielt.

Daten Kampagnen-übergreifend nutzen

SPs punkten damit, dass die Performance der Ads pro ASIN ausgegeben wird.  Wenn einzelne ASINs getargetet werden, sehen Anwender genau, welche Produkte sich besonders als Ziel eignen. Bei PDAs erhalten Advertiser dagegen nur Daten auf Kampagnen-Ebene.

Ein Beispiel: Sie erstellen eine PDA-Kampagne und bestimmen zehn Ziel-Produktseiten. Diese umfasst sowohl eigene als auch Wettbewerberprodukte. Es ist nicht ersichtlich, auf welcher ASIN die PDAs gut oder schlecht performen. Die einzige Möglichkeit bestünde darin, je ASIN eine Kampagne zu schalten. Je nach Umfang des Produktportfolios ist das jedoch unmöglich.

Best Practice: Bestenfalls lassen sich Learnings aus geschalteten SPs ziehen, die  man für die Optimierung von PDA-Kampagnen nutzen kann.

Wann ist Produkt-Targeting sinnvoll?

ASIN-Targeting hat sich besonders bei Competitor– und Out of Category-Kampagnen bewährt. Das heißt, es werden Wettbewerber-ASINs und Produkte getargetet, die sich nicht direkt in der jeweiligen Kategorie bewegen.  In diesen Fällen ist die Ausspielung der Ads beim Produkt-Targeting wesentlich wahrscheinlicher als beim Keyword-Targeting. Bei der Ausspielung auf Keyword-Basis würde man beispielsweise SPs auf die Marken-Keywords der Konkurrenz schalten, um potenzielle Käufer abzugreifen (Competitor Kampagnen).

Auf Interessen- und Kategeorie-Ebene stellt sich das Produkt-Targeting mit PDAs allerdings als schwierig heraus. Da man bei PDAs im Gegensatz zu SPs keine Artikel vom Targeting ausschließen kann, erscheinen sie sowohl auf den eigenen als auch den Seiten der Konkurrenz. Dies erschwert die Messbarkeit und Steuerung von PDA-Kampagnen. 

Best Practice: Es ist wichtig, dass User die Relevanz des beworbenen Produkts für den bespielten Artikel sofort erkennen. Klicken zu wenige User eine Ad an, sinkt die Ausspielwahrscheinlichkeit. Daher ist es nicht zielführend, willkürlich irgendwelche Produkte zu bespielen, nur um Reichweite zu generieren.

Ausblick

Amazon spielt seit Kurzem SPs auf Platzierungen aus, die zuvor PDAs vorbehalten waren. Zusätzlich platziert der Online-Riese seine Eigenmarken vermehrt auf Produktdetailseiten. Dadurch verschärft sich der Wettbewerb um eben jene Platzierungen. Es wird wesentlich schwieriger, dort ausgespielt zu werden. Wir gehen zudem davon aus, dass PDAs langfristig abgeschaltet und komplett durch SPs ersetzt werden. Ein Indikator hierfür ist, dass PDAs im Gegensatz zu den anderen Anzeigenformaten keine Updates bekommen haben. Damit hätten auch Seller Zugriff auf Werbeplätze, die zuvor nur Vendoren zugänglich waren. Seller können (bisher) keine PDAs schalten. Durch diese Entwicklung wird der Wettbewerb weiter zunehmen. Höhere Klickpreise sind die Folge.

Wir halten Sie über alle Entwicklungen rund um Amazon Advertising auf dem Laufenden und geben Einblick in praxiserprobtes Know-how – so, wie in unserem umfassenden Whitepaper zu Amazon Sponsored Ads.

Bidding Control für Amazon Sponsored Products

Neu: Bidding Control für Amazon Sponsored Products

2019-01-17 Von Amazon Advertising, Amazon News, Amazon Sponsored Ads 0 thoughts on “Neu: Bidding Control für Amazon Sponsored Products”

In den letzten Monaten gab es bereits zahlreiche Neuerungen rund um Amazon Sponsored Ads. Der neueste Streich aus dem Hause Amazon Advertising ist die von Marketingtreibenden heiß ersehnte Bidding Control für Sponsored Products (SP). Was können die neuen Funktionalitäten?

Bid+ ist tot – Lang lebe Bidding Control

Sponsored Products erscheinen unter anderem in den Suchtreffern. Sie können darüber, darunter oder zwischendurch erscheinen – je nach Kategorie. Um die Chance zu erhöhen, über den organischen Suchergebnissen ausgespielt zu werden, stand Marketingtreibenden bisher die Funktion Bid+ zur Verfügung. Hier konnte man festlegen, dass Amazon das definierte Maximalgebot um 50% steigern darf, um die begehrten Plätze ganz oben auf der Seite zu ergattern.

Hinweis: User nehmen Sponsored Products häufig nicht als Werbung wahr. Daher stufen sie oben platzierte Anzeigen häufig als die besten organischen Suchergebnisse zu ihrer Anfrage ein. Dies wirkt sich positiv auf die Click Through Rate (CTR) aus – insbesondere, wenn die beworbenen Produkte optimal auf die verwendeten Suchbegriffe abgestimmt sind.

Bid+ wird nun durch Bidding Control ersetzt. Die neuen Funktionen erlauben eine flexiblere automatisierte Anpassung der Gebote in Bezug auf die verschiedenen Platzierungen und Kampagnenziele.

 

Screenshot Amazon Sponsored Products

Sponsored Products vor den ersten organischen Suchergebnissen (Quelle: Screenshot amazon.de)

 

Drei Bidding-Optionen für Sponsored Products

Zum Funktionsumfang von Bidding Control gehört das sogenannte Dynamic Bidding (dt. Dynamische Gebote). Amazon optimiert Gebote hierbei in Echtzeit auf Basis der Wahrscheinlichkeit eines Kaufs (Conversion). Hierzu spielen unter anderem die Relevanz des beworbenen Produkts für die Suchanfrage, die Effektivität der Platzierung und die historische Performance der Ads eine Rolle.

Ihnen stehen bei Sponsored Products nun drei verschiedene Gebotsstrategien zur Auswahl:

Dynamic Bids: Down Only
Bei dieser Option senkt Amazon Ihre hinterlegten Maximalgebote um bis zu 100%, wenn eine niedrigere Conversion-Wahrscheinlichkeit ermittelt wird.

Hinweise: Vor dem Release von Dynamic Bidding wurden alle Sponsored Products-Kampagnen auf Grundlage dieser Regel ausgespielt. Streng genommen handelt es sich also nicht um eine neue Gebotsoption.

Hier ein Beispiel: Sie erstellen eine Sponsored Product Ad und hinterlegen ein Maximalgebot von 1,50 Euro für das Keyword “Waschmaschine leise”. Kommt Amazon bei einer Echtzeit-Auktion zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs gering ist, reduziert der Algorithmus es beispielsweise auf 25 Cent. So steigt die Effizienz der ausgespielten Ads.

Dynamic Bids: Up and Down
In diesem Fall erlauben Sie Amazon, Maximalgebote je nach Conversion-Wahrscheinlichkeit nach oben oder nach unten anzupassen. Ist ein Kauf wahrscheinlich, werden Gebote für Platzierungen auf der ersten Suchergebnis-Seite um bis zu 100% erhöht. Für alle anderen Platzierungen beträgt die maximale Erhöhung 50%. Fällt die Wahrscheinlichkeit eine Kaufs dagegen relativ gering aus, werden Gebote um bis zu 100% gesenkt. Diese Option eignet sich beispielsweise für Kampagnenstrategien, deren Ziel in der optimalen Kosten-Umsatz-Relation liegt.

Um bei unserem oben genannten Beispiel zu bleiben: Bei dieser Bidding-Einstellung kann der Algorithmus bis zu 3 Euro bieten, wenn er eine vergleichsweise hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit ermittelt.

Fixed Bids
Nun können Sie auch ohne Dynamic Bidding arbeiten. In diesem Fall legen Marketingtreibende feste Maximalgebote für alle Auktionen fest. Sie werden nicht von Amazon angepasst. Fixierte Gebote bieten sich beispielsweise an, wenn es in erster Linie darum geht, Impressions zu genieren und der ACOS (Advertising Costs of Sales) eine untergeordnete Rolle spielt.

Achtung: Sie sollten davon absehen, gleichzeitig zwei identische Kampagnen mit unterschiedlichen Gebotsstrategien laufen zu lassen. In diesem Fall treten die Kampagnen in denselben Auktionen gegeneinander an. Die mögliche Folge: die eine SP-Kampagne bietet immer höher und schlägt damit die andere, um Impressions zu generieren. Dadurch werden die Performance-Daten verfälscht.

Gebote für Sponsored Products nach Platzierung anpassen

Noch feiner können Sponsored Products mit der Funktion Placement Adjustments ausgesteuert werden. Sie erlaubt es, unterschiedliche Gebote für bestimmte Platzierungen zu hinterlegen. Auf diese Weise lässt sich die Sichtbarkeit von Sponsored Products für diese Platzierungen gezielt erhöhen oder senken.

Die Anzeigenplätze werden hierbei in folgende Bereiche unterteilt:

  • Top of Search: erste Suchergebnisse auf der ersten Suchtreffer-Seite
  • weitere Suchergebnisse: Ads in der Mitte oder am Ende der Suchergebnisse auf der ersten Suchtreffer-Seite + Ads ab Suchtreffer-Seite Nummer Zwei
  • Produktseiten

Bei Bedarf können Marketingtreibende festlegen, dass Gebote für Top of Search- und/oder Produktseiten-Platzierungen automatisch um einen individuell hinterlegbaren Prozentsatz erhöht werden. Es ist maximal eine Erhöhung von 900% möglich. Das hinterlegte Standardgebot gilt in diesem Fall also nur für den Bereich weitere Suchergebnisse.

Ebenfalls neu: Jetzt ist auch bei automatisierten Sponsored Product-Kampagnen die Gebotsanpassung für Platzierungen auf der ersten Suchergebnisseite möglich. Bei Bid+ war dies nicht der Fall.

 

Placement Adjustment Amazon Sponsored Products

Quelle: Screenshot advertising.amazon.de

Dynamic Bidding vs. Fix Bids: Wie wird das finale Maximalgebot ermittelt?

Die Auswahl der Bidding-Option nimmt auch im Fall des Placement Adjustments Einfluss auf die finale Gebotshöhe.

Gehen wir zurück zu unserem Beispiel: Sie legen für ein Keyword ein Standardgebot von 1,50 Euro fest. Für Produktseiten-Platzierungen definieren sie eine mögliche Erhöhung von 70%, für Top of Search 30%. Je nach ausgewählter Gebotsstrategie ergeben sich nun unterschiedliche Szenarien für die endgültige Höhe des Maximalgebots:

Fixed Bids: Das mögliche Finalgebot beträgt 1,95 Euro für Top of Search-Platzierungen und 2,55 für Platzierungen auf Produktseiten. Für weitere Suchergebnisse bleibt es bei 1,50 Euro.

Dynamic Bids – Down Only: Die finalen Maximalgebote sind die gleichen wie bei den Fixed Bids. Amazon kann sie allerdings je nach Conversion-Wahrscheinlichkeit nach unten anpassen.

Dynamic Bids – Up and Down: In diesem Fall kann der Algorithmus die Maximalgebote, welche sich durch Placement Adjustment ergeben, noch einmal um 100% bzw. 50% erhöhen. Voraussetzung ist, dass die Conversion-Wahrscheinlichkeit entsprechend hoch ist. Demnach sind folgende Finalgebote möglich:

  • Top of Search: 3,90 Euro
  • weitere Suchergebnisse: 2,25 Euro
  • Produktseiten: 3,83 Euro

 

Amazon Sponsored Products auf Produktseite

Beispiel für Sponsored Products auf einer Produktseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

Neuer Platzierungsbericht für Sponsored Products

Wie die unterschiedlichen Platzierungen performen, können Marketingtreibende mithilfe des neuen Placement Reportings analysieren. Es gibt auf Kampagnen-Ebene diverse KPIs für die einzelnen Platzierungsbereiche aus. Dazu gehören Impressions, Sales, Click Through Rate (CTR) und ACoS. Sie finden den Bericht in der jeweiligen Sponsored Products-Kampagne unter der dem Reiter Platzierungen.

Hinweis: Anhand des neuen Berichts kann man erkennen, dass Sponsored Product-Kampagnen mit ASIN-Targeting nicht nur auf Produktseiten, sondern ebenfalls in den Suchergebnissen ausgespielt werden.

Fazit

Mithilfe der unterschiedlichen Bidding-Optionen und den verfügbaren Metriken, können Sie Sponsored Product-Kampagnen feiner und effizienter auf das jeweilige Kampagnenziel hin optimieren. Stellen sie zum Beispiel fest, dass Ads auf Top of Search-Platzierungen besser performen, können Sie das Maximalgebot für genau diesen Bereich erhöhen und für andere Anzeigenplätze senken. So landet Ihr Budget genau dort, wo es im Hinblick auf das Kampagnenziel den größten Effekt erzielt.

 

Grafik Übersicht Bidding Control Amazon Sponsored Products

Quelle: factor-a – part of Dept

 

Weitere Informationen zu den Möglichkeiten von Amazon Advertising sowie handfeste Tipps aus der Praxis erhalten Sie in unseren Whitepapern zu Sponsored Ads und der Amazon Demand Side Platform (DSP). Jetzt informieren!

Newsletter

Sie möchten keine News mehr verpassen? Registrieren Sie sich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter.

Events

  1. DEPT FESTIVAL 2019

    September 6 @ 10:00 - 22:00
  2. DMEXCO

    September 11 - September 12

Dept Marketplaces GmbH
+49 221 177 337 10
info@factor-a.de