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Markenschutz durch Amazon Sponsored Ads sichern

2019-05-22 Von Amazon Advertising, Amazon News, Amazon Sponsored Ads 0 thoughts on “Markenschutz durch Amazon Sponsored Ads sichern”

Die Konkurrenz schläft nicht. Um sich auf Amazon durchzusetzen, müssen sich Markenhersteller mit einer zielführenden Marketingstrategie befassen. Dazu gehört auch, seine Marke zu schützen und offensiv ausgerichtete Sponsored Ads-Kampagnen der Wettbewerber gezielt abzuwehren.

Oft wird der Einsatz von defensiven Kampagnen zum Markenschutz auf Amazon vernachlässigt. Es kommt immer wieder vor, dass Konkurrenten relevante Anzeigenplätze besetzen und User in Ihrem Kaufprozess beeinflussen. Wie Sie sich dagegen wappnen und Ihre Marke auf Amazon schützen können? Wir geben Ihnen Antworten auf diese und weitere Fragen:

Defensive Sponsored Ads-Kampagnen aufsetzen

Um eine erfolgreiche Abwehrstrategie auf Amazon zu fahren, sollten Sie das Potenzial von Sponsored Ads nutzen und defensive Kampagnen mit allen drei möglichen Anzeigenformaten schalten. Nur ein allumfassender Einsatz trägt zum bestmöglichen Schutz Ihrer Marke bei.

Vorgehensweise bei defensiven Sponsored Ads-Kampagnen

  1. Keyword-Recherche: Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick und recherchieren Sie alle markenrelevanten Keywords für Ihre eigenen Produkte. Diese Suchbegriffe beinhalten die Marke, die Produktbezeichnung und/oder die herstellerspezifische Artikelnummer. Beispiele sind: “Bose Kopfhörer”, “Safari UltraSharp Fernglas”, “Werkzeugbox leer STST1-71197” u.v.m. 
  2. Marken- & produktrelevante Suchbegriffe bespielen: Damit die Konkurrenz keine Werbeplätze basierend auf Ihrer Marke benutzt, sollten Sie gezielt Sponsored Brands (SBs) und Sponsored Products (SPs) auf produkt- und markenrelevante Keywords schalten. Gleichzeitig wird Ihre Markenpräsenz in den Suchergebnissen gesteigert.
  3. Eigene Produkte targeten: Zusätzlich sollten Sie die eigenen ASINs (Amazon Standard Identification Numbers) mit Product Display Ads (PDAs) und Sponsored Products mit Produktausrichtung bespielen. Erst so sichern Sie Ihre Produktdetailseiten vor Mitbewerbern.
  4. Cross- & Up-Selling betreiben: Neben dem Markenschutz begünstigen defensive Kampagnen das Cross- und Up-Selling. Durch die Anzeigenschaltung auf Produktdetailseiten können Sie sowohl substitutive als auch komplementäre Artikel anbieten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Warenkorbwert erhöht, steigt.

Warum ist Markenschutz auf Amazon wichtig?

Besonders Hersteller von etablierten, bekannten Brands benötigen eine ausgeklügelte Abwehrstrategie zum Markenschutz. Gerade wenn Kunden Ihre Marke synonym für eine gesamte Produktsparte nutzen, schalten Wettbewerber vermehrt offensive Kampagnen auf Ihre Marken- und/oder Produktkeywords.

Der Suchbegriff “Uhu” wird zum Beispiel allgemein für Klebstoff verwendet. Auf der Suchergebnisseite schalten andere Anbieter Sponsored Brands, um auf ihre günstigere Marke aufmerksam zu machen.

Beispiel Sponsored Brand

Beispiel einer fremden SB auf der Suchergebnisseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

Neben SB-Anzeigen sollten Markenhersteller zudem auf Sponsored Products setzen: Viele User nehmen gesponserte Produkte gar nicht als solche wahr, sondern stufen diese als bestes natürliches Ergebnis ihrer Suchanfrage ein.

In Verbindung mit positiven Bewertungen und einem angemessenen Preis, können substitutive Artikel Ihrer Wettbewerber schnell Kaufinteresse wecken und potenzielle Kunden abwerben.

Das Keyword “Bosch Trockner” spielt zwar eine Sponsored Brand-Anzeige aus, unmittelbar darunter wird der Amazon User jedoch mit zwei Wettbewerber-Produkten konfrontiert. Erst im Anschluss erscheint das erste organische Suchergebnis, ein Bosch Wärmepumpentrockner.

Beispiel Sponsored Product

Beispiel offensive SP-Kampagne von Wettbewerbern (Quelle: Screenshot amazon.de)

Um kein Risiko einzugehen, sollte man sowohl SB- als auch SP-Kampagnen anlegen und markenspezifische Suchbegriffe targeten. So verhindern Sie, dass Ihre Kunden auf andere Marken aufmerksam werden und bei der Konkurrenz kaufen.

Markenschutzaus Amazon: Beispiel Sponsored Brand und Sponsored Products

Beispiel für defensive Kampagnen mit Sponsored Brand und Sponsored Products (Quelle: Screenshot amazon.de)

Entgegen der Annahme, SBs und SPs seien ausreichend, um die eigene Brand zu schützen, ist ebenso der Einsatz von SPs mit Produktausrichtung und PDAs essenziell.

Hinweis: Lassen Sie nicht außer Acht, dass Wettbewerber unter Umständen nicht nur keywordbasierte Kampagnen schalten, sondern auch fremde ASINs targeten.

Was bringt Ihnen der Einsatz von Sponsored Products und Sponsored Brands, wenn der Kunde kurz vor Kaufabschluss noch abspringt? In unserem Beispiel werden potenzielle Käufer auf der Produktseite des Herstellers auf einen Artikel der Konkurrenz aufmerksam gemacht.

Beispiel Product Display Ads

Beispiel von zwei fremden PDAs auf der eigenen Produktdetailseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

User, die nach einem Schuhregal suchen, könnten sich durch die PDA auf der Detailseite angesprochen fühlen. Sie werden vom eigentlichen Produkt weggelenkt und der Wettbewerber, hier Songmics, erzielt den Umsatz. Der Kaufabschluss kann gleich zwei negative Konsequenzen haben:

  • Das Werbebudget wird verschenkt.
  • Höhere Absatzzahlen durch die PDA des Schuhregals wirken sich möglicherweise positiv auf die Platzierung des Produkts in den organischen Suchergebnissen aus.

Um solche offensiven Kampagnen seiner Wettbewerber zu unterbinden, schaltet man Anzeigen auf seine eigenen ASINs. Bestenfalls halten sich  Amazon-User nur innerhalb des eigenen Produktportfolios auf und erwerben dort ihr Wunschprodukt.

Eigene Produktdetailseiten zu targeten, eignet sich besonders für das Cross- und Up-Selling. Sie können sowohl ergänzende Artikel zum Hauptprodukt bewerben, als auch Anzeigen mit höherpreisigen, substitutiven Produkte schalten. Der Warenkorbwert kann dank beider Varianten steigen.

Natürlich können Sie auch Gebrauch von offensiven Kampagnen machen und Wettbewerber-ASINs und Keywords targeten. Solche Maßnahmen sollten jedoch reiflich überlegt sein.

Die drei Anzeigetypen für defensive Kampagnen

Zusammenfassend erhalten Sie hier einen Überblick darüber, wie das Targeting bei SBs, SPs und PDAs ausgerichtet werden sollte und welche Ziele sich dadurch erreichen lassen:

Anzeigeformat Targeting Intention / Effekt
Sponsored Brands (SBs) Marken- und produktrelevante Keywords Wettbewerber sollen keine markeneigenen Suchbegriffe besetzen

Markenpräsenz auf den Suchergebnisseiten wird erhöht

Cross- & Up-Selling

Sponsored Products (SPs) Marken- und produktrelevante Keywords

Produkt-Targeting eigener ASINs

Wettbewerber sollen keine markeneigenen Suchbegriffe besetzen

Markenpräsenz auf den Suchergebnisseiten und den eigenen Produktdetailseiten wird erhöht

Kunden sollen sich nicht kurz vor Kaufabschluss für ein Konkurrenzprodukt entscheiden

Cross- & Up-Selling

Product Display Ads (PDAs) Produkt-Targeting eigener ASINs Kunden sollen sich nicht kurz vor Kaufabschluss für ein Konkurrenzprodukt entscheiden

Cross- & Up-Selling

Fazit

Für den Erfolg auf Amazon ist die Festigung und Verteidigung der eigenen Marke und Position unabdingbar. In der Praxis wird der Markenschutz auf Amazon meist vernachlässigt und wertvolles Potenzial verschwendet. Eine sorgfältig vorbereitete und durchdachte Strategie, die alle drei  Sponsored Ads-Anzeigetypen miteinbezieht, kann für wirkungsvollen Schutz sorgen.

Defensive Kampagnen basieren auf einer umfassenden Recherche marken- und produktspezifischer Keywords. Entsprechend gut vorbereitet können Kampagnen zielführend eingesetzt werden und zur Steigerung des Umsatzes führen.

Informationen zu Amazon Advertising finden Sie in unserem Whitepaper zu Amazon Sponsored Ads. factor-a betreut sie bei einer erfolgreichen Marktplatzstrategie für Ihr Amazon Business. Sprechen Sie uns an!

Amazon ASIN-Targeting

Produkt-Targeting auf Amazon: Sponsored Products & Product Display Ads

2019-02-15 Von Amazon Advertising, Amazon News, Amazon Sponsored Ads 0 thoughts on “Produkt-Targeting auf Amazon: Sponsored Products & Product Display Ads”

Amazon Sponsored Ads (ehemals Amazon Marketing Services, kurz: AMS) setzen sich aus verschiedenen Anzeigentypen zusammen, die teilweise unterschiedliche Ausspielmöglichkeiten aufweisen. So waren Product Display Ads (PDAs) bis vor Kurzem das einzige Werbemittel des SA-Portfolios, mit dem gezielt Produktdetailseiten bespielt werden konnten (ASIN-Targeting). Das ist jetzt Geschichte. Mit den neuen Produkt-Targeting-Optionen für Sponsored Products (SPs) bekommen PDAs nun Gesellschaft.

Was bedeutet das Amazon Advertising Update für Marketingtreibende? Wir liefern die Antwort auf diese und weitere Fragen:

Einsatzmöglichkeiten des ASIN-Targetings

Beim ASIN-Targeting werden Ads (unter anderem) auf zuvor definierten Produktdetailseiten ausgespielt. Produkte können auf diese Weise sowohl auf den eigenen ASINs als auch auf ASINs von Fremdartikeln beworben werden. Hieraus ergeben sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten:

Cross-/ Up-Selling
Beim Cross- bzw. Up-Selling werden ASINs aus dem eigenen Portfolio getargetet. Die beworbenen Produkte ergänzen den bespielten Artikel oder stellen eine höherpreisige Alternative dar. Ziel ist in beiden Fällen, den Warenkorbwert zu steigern.

Schutz der eigenen Marke
Indem Sie die eigenen Produkte targeten, betreiben Sie nicht nur Up- und Cross-Selling. Sie verhindern auch, dass Wettbewerber Ads auf Ihren Produktdetailseiten platzieren und Kunden kurz vor Kaufabschluss abfangen. Hierbei handelt es sich um eine wichtige – aber oft vernachlässigte – Maßnahme zum Markenschutz.

Awareness
PDAs und SPs sind geeignete Werbemittel, um potenzielle Kunden auf die eigene Marke aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck platzieren Marketingtreibende zum Beispiel Ads auf Produkten von Wettbewerbern. Geht es um Brand Awareness, stellen insbesondere PDAs ein leistungsstarkes Werkzeug dar, weil sie nicht nur anhand von Produkten und Kategorien, sondern zusätzlich auf  Basis von Kundeninteressen ausgespielt werden können.

Downgrading vermeiden: Wenn Sie eigene Produkte targeten, sollten Sie darauf achten, kostengünstige Alternativprodukte nicht auf hochpreisigen Pendants zu schalten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden potenzielle Käufer zum günstigeren Produkt greifen.

 

Screenshot Produktdetailseite PDA + SP

PDA und SP auf einer Produktdetailseite (Quelle: Screenshot.amazon.de)

SPs und PDAs im Vergleich

Beide Anzeigentypen weisen zahlreiche Parallelen auf. Doch es gibt auch Unterschiede zwischen den Sponsored Ads Formaten. Sie können Einfluss auf ihren strategischen Einsatz nehmen.

Kategorie ASIN-basierte Sponsored Products Product Display Ads
Platzierung Auf Produktdetailseiten:

– unter den Bullet Points
– als Banner “Gesponserte Produkte”

Oberhalb, unterhalb oder zwischen den organischen Suchergebnissen

Auf Produktdetailseiten:

– unter den Bullet Points
– in der Nähe der Buybox

Targeting

Einzelne ASINs

Sämtliche Produktkategorien

Einzelne ASINs

Vordefinierte Produktkategorien, die Amazon als relevant für die beworbenen Artikel einstuft

Interessengruppen

Negatives Targeting

Einzelne ASINs

Marken

Gestaltung Logo, Titel und Slogan
Reporting Performance-Daten werden auf ASIN-Ebene ausgegeben Performance-Daten werden auf Kampagnen-Ebene ausgegeben

 

Hinweise und Kniffe zum Produkt-Targeting

Der kombinierte Einsatz von SPs und PDAs eröffnet Potenziale, stellt Marketingtreibende aber auch vor Herausforderungen. Unsere Hinweise bzw. Tipps helfen Ihnen dabei, sie zielführend einzusetzen.

Phase im Sales Funnel

Product Display Ads sowie ASIN-basierte Sponsored Products treten meist am Ende des Kaufentscheidungsprozesses in Erscheinung. Durch ihre Ausspielung auf Produktdetailseiten und ihre Nähe zur Buybox bieten sie eine besonders effiziente Gelegenheit, potenzielle Kunden kurz vor Kaufabschluss anzusprechen.

ASIN-basierte SPs können bereits in den Suchergebnissen auftauchen. Voraussetzung dafür ist, dass das bespielte Produkt weit vorne in den organischen Suchtreffern rangiert. Hier ein Beispiel: Hersteller A schaltet eine ASIN-basierte SP-Anzeige auf ein Produkt von Hersteller B. Wird Produkt B nun in den Suchergebnissen angezeigt, so wird auch die Werbeanzeige für Produkt A ausgespielt.

Daten Kampagnen-übergreifend nutzen

SPs punkten damit, dass die Performance der Ads pro ASIN ausgegeben wird.  Wenn einzelne ASINs getargetet werden, sehen Anwender genau, welche Produkte sich besonders als Ziel eignen. Bei PDAs erhalten Advertiser dagegen nur Daten auf Kampagnen-Ebene.

Ein Beispiel: Sie erstellen eine PDA-Kampagne und bestimmen zehn Ziel-Produktseiten. Diese umfasst sowohl eigene als auch Wettbewerberprodukte. Es ist nicht ersichtlich, auf welcher ASIN die PDAs gut oder schlecht performen. Die einzige Möglichkeit bestünde darin, je ASIN eine Kampagne zu schalten. Je nach Umfang des Produktportfolios ist das jedoch unmöglich.

Best Practice: Bestenfalls lassen sich Learnings aus geschalteten SPs ziehen, die  man für die Optimierung von PDA-Kampagnen nutzen kann.

Wann ist Produkt-Targeting sinnvoll?

ASIN-Targeting hat sich besonders bei Competitor– und Out of Category-Kampagnen bewährt. Das heißt, es werden Wettbewerber-ASINs und Produkte getargetet, die sich nicht direkt in der jeweiligen Kategorie bewegen.  In diesen Fällen ist die Ausspielung der Ads beim Produkt-Targeting wesentlich wahrscheinlicher als beim Keyword-Targeting. Bei der Ausspielung auf Keyword-Basis würde man beispielsweise SPs auf die Marken-Keywords der Konkurrenz schalten, um potenzielle Käufer abzugreifen (Competitor Kampagnen).

Auf Interessen- und Kategeorie-Ebene stellt sich das Produkt-Targeting mit PDAs allerdings als schwierig heraus. Da man bei PDAs im Gegensatz zu SPs keine Artikel vom Targeting ausschließen kann, erscheinen sie sowohl auf den eigenen als auch den Seiten der Konkurrenz. Dies erschwert die Messbarkeit und Steuerung von PDA-Kampagnen. 

Best Practice: Es ist wichtig, dass User die Relevanz des beworbenen Produkts für den bespielten Artikel sofort erkennen. Klicken zu wenige User eine Ad an, sinkt die Ausspielwahrscheinlichkeit. Daher ist es nicht zielführend, willkürlich irgendwelche Produkte zu bespielen, nur um Reichweite zu generieren.

Ausblick

Amazon spielt seit Kurzem SPs auf Platzierungen aus, die zuvor PDAs vorbehalten waren. Zusätzlich platziert der Online-Riese seine Eigenmarken vermehrt auf Produktdetailseiten. Dadurch verschärft sich der Wettbewerb um eben jene Platzierungen. Es wird wesentlich schwieriger, dort ausgespielt zu werden. Wir gehen zudem davon aus, dass PDAs langfristig abgeschaltet und komplett durch SPs ersetzt werden. Ein Indikator hierfür ist, dass PDAs im Gegensatz zu den anderen Anzeigenformaten keine Updates bekommen haben. Damit hätten auch Seller Zugriff auf Werbeplätze, die zuvor nur Vendoren zugänglich waren. Seller können (bisher) keine PDAs schalten. Durch diese Entwicklung wird der Wettbewerb weiter zunehmen. Höhere Klickpreise sind die Folge.

Wir halten Sie über alle Entwicklungen rund um Amazon Advertising auf dem Laufenden und geben Einblick in praxiserprobtes Know-how – so, wie in unserem umfassenden Whitepaper zu Amazon Sponsored Ads.

Amazon Sponsored Ads: Der ultimative Guide zu allen Neuerungen

2019-01-03 Von Amazon Advertising, Amazon Demand Side Platfrom (DSP), Amazon News, Amazon Sponsored Ads 0 thoughts on “Amazon Sponsored Ads: Der ultimative Guide zu allen Neuerungen”

In den vergangenen Wochen hat Amazon seinem Marketing-Portfolio eine Generalüberholung verpasst. So erstrahlen die Amazon Marketing Services (AMS) nicht nur in neuen Namen. Neue Targeting-Optionen, Ad-Platzierungen und Reportings eröffnen Marketingtreibenden spannende Möglichkeiten.

Damit Sie im Advertising-Dschungel den Überblick behalten, stellen wir Ihnen alle Updates rund um Amazon Sponsored Ads (dt: Gesponserte Anzeigen) hier vor.

Terminologie der Amazon Advertising Angebote

Quelle: factor-a – part of Dept

Mit Sponsored Products ASINs und Kategorien targeten

Bisher wurden Sponsored Products (SPs) vor allem in den Suchergebnissen und auf Keyword-Basis ausgespielt. Nun ist ebenfalls das Targeting von ASINs möglich. Ebenso wie Product Display Ads (PDAs), lassen sich Sponsored Products auf ausgewählten Produktdetailseiten platzieren.

Manuelle SP-Kampagnen mit ASIN-Targeting eignen sich beispielsweise für Cross- und Upselling-Maßnahmen. Außerdem sollte das Targeting der eigenen Produkte nicht vernachlässigt werden, um sich vor Angriffen durch Wettbewerber zu schützen.

Eine weitere neue Option besteht im Targeting von Produktkategorien. Auch diese Funktion ist Sponsored Ads-Nutzern bereits von PDAs bekannt. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Kategorien, die für die zu bewerbenden Produkte relevant sind und von Amazon vordefiniert werden.

Um SP-Kampagnen mit Kategorie-Targeting so zielgerichtet wie möglich zu steuern, stehen Ihnen darüber hinaus diverse Filterfunktionen zur Verfügung. So können Sie als Ziel Produkte wählen, die

  • zu bestimmten Marken gehören.
  • innerhalb einer definierten Preisspanne liegen.
  • eine gewisse Sternebewertung aufweisen.

Der Vorteil hierbei ist, dass die als Ziel gewählten Produkte nicht statisch sind, sondern laufend anhand der hinterlegten Filteroptionen ausgewählt werden. Fällt ein Artikel beispielsweise aus dem festgelegten Preisbereich, wird er automatisch vom Targeting ausgeschlossen. Gleichzeitig werden zum Beispiel neu gelistete ASINs einer Marke automatisch beim Targeting berücksichtigt und müssen nicht erst manuell hinzugefügt werden.

Das manuelle Produkt- und Kategorie-Targeting können Sie weiterhin verfeinern, indem Sie die verfügbaren Negativ-Targeting-Optionen nutzen. So lassen sich beispielsweise Marken und einzelne ASINs von der Ausspielung ausschließen.

Nachgelagerte Steuerfunktion für automatisch ausgespielte Kampagnen

Auch die Ausspielung von automatisierten SP-Kampagnen können Amazon Sponsored Ads-Nutzer seit Kurzem verfeinern. In diesem Fall erfolgt die Steuerung nachgelagert. Das heißt die Filteroptionen erscheinen erst, nachdem die Kampagne angelegt wurde. Mithilfe der Optionen können Sie Ads gezielt an User ausspielen lassen, die

  • Suchbegriffe verwenden, die entweder entfernt oder in engem Zusammenhang mit den beworbenen Produkten stehen (Genaue bzw. Entfernte Übereinstimmung).
  • sich Produkte ansehen, die die beworbenen ASINs ergänzen oder einen Ersatz für sie darstellen (Ergänzung bzw. Ersatz).

Neue Reports für Sponsored Ads

Während die Reporting Lage in Sachen Amazon Marketing Services lange Zeit eher dürftig ausfiel, stellt der Werberiese nun einige nützliche Berichte bereit – besonders für Sponsored Products (SP) und Sponsored Brands (SB). Folgende Berichte können Sie über die Advertising Konsole herunterladen und für die Erfolgsauswertung sowie die kontinuierliche Optimierung nutzen:

Bericht-Typ enthaltene Informationen
Keywords / Suchbegriffe Diese Berichte zeigen Ihnen zu welchen Suchbegriffen Ihre Kampagnen ausgespielt wurden und wie sie im Hinblick auf die Keywords performt haben.
Im Sponsored Products-Bericht erfahren Sie darüber hinaus, welche Suchbegriffe Verbraucher tatsächlich verwenden.
Targeting (SP) In diesem Bericht finden Sie Performance-Daten auf Kampagnen-Ebene zu sämtlichen Targeting-Optionen: Keywords, Produkte, Kategorien und automatisierte Ausspielung.
Beworbenes Produkt (SP) Dieser Report liefert Performance-Daten auf ASIN-Ebene. Sie können zum Beispiel einsehen, wie oft einzelne Produkte ausgespielt wurden und wie ihre CTR (Click Through Rate) ausfällt.
Platzierung Hier können Sie einsehen, wo Kampagnen platziert wurden und wie diese Platzierungen performt haben.
Im Fall von Sponsored Brands gibt es zudem einen Bericht, der Informationen dazu liefert, wo Kampagnen zu einzelnen Suchbegriffen platziert wurden (Keyword-Platzierung).
Kampagne (SB) Diesem Report können Sie allgemeine Performance Daten zu Ihren einzelnen Sponsored-Brands-Kampagnen entnehmen, unabhängig von Platzierungen und Keywords.

Dynamische Bidding-Funktion für Sponsored Brands

Sponsored Brands erscheinen seit einiger Zeit nicht nur über den Suchergebnissen, sondern ebenfalls unter und seitlich von ihnen. Für diese Platzierungen gibt es eine dynamische Bidding-Funktion. Über Automatisierte Gebote können Marketingtreibende festlegen, dass Amazon die hinterlegten Maximalgebote für Keywords um einen definierten Prozentsatz erhöhen oder senken darf. Nach Angaben von Amazon erfolgt die Optimierung anhand der tatsächlichen Conversion Rates, die die jeweiligen Platzierungen erzielen.

Hier ein Beispiel: Sie legen für ein Keyword ein Maximalgebot von 4 Euro fest und geben eine mögliche Senkung von bis zu 25% an. Stellt Amazon fest, dass die Anzeigen auf den unteren Anzeigenplätzen im Vergleich weniger gut konvertieren, wird das Maximalgebot automatisch um bis zu 25% nach unten angepasst. Das heißt, für die entsprechenden Platzierungen gilt ein Maximalgebot von höchstens 3 Euro und nicht von 4 Euro. Ziel ist eine effizientere Verteilung des Kampagnen-Budgets.

Sponsored Brands unter den Suchergebnissen

Sponsored Brands unter den Suchergebnissen zu “Handcreme” (Quelle: Screenshot amazon.de)

 

Kampagnen in Portfolios organisieren

Marketingtreibende haben nun die Möglichkeit offen, verschiedene Kampagnen innerhalb eines Accounts zu verknüpfen und in benutzerdefinierten Portfolios zu organisieren. Die Funktion steht für Sponsored Brands und Sponsored Products zu Verfügung. Bei der Strukturierung der Portfolios haben Sie freie Hand. So können sie zum Beispiel nach Marken, Produktkategorien oder -linien sowie Saisonalität geordnet werden.

Portfolios bringen zwei große Vorteile mit sich:

  • Sie können nun mit Kampagnen-übergreifenden Budgetgrenzen arbeiten.
  • Performance-Daten werden akkumuliert und auf Portfolio-Ebene ausgegeben.

Auf diese Weise erhalten Sie einen schnellen Überblick über die Gesamtleistung der verknüpften Kampagnen. Anhand der Segmentierung lassen sich zum Beispiel Trends in Bezug auf Produktgruppen oder Marken erkennen und Vergleiche ziehen.

Budgets auf Portfolio-Ebene definieren

Pro Portfolio können Sie bei Bedarf eine Budget-Obergrenze festlegen, die nicht überschritten wird. So wird der manuelle Aufwand für die Überwachung und Steuerung von Budgets minimiert.

Sie können Budgets hierbei für eine benutzerdefinierte Laufzeit festgelegen oder ohne Enddatum arbeiten. Ist das Budget aufgebracht, pausieren automatisch alle zugeordneten Kampagnen. Sie erhalten zudem automatische eine Benachrichtigung.

Sponsored Ads Portfolio-Struktur

Quelle: factor-a – part of Dept

 

Natürlich gelten auch weiterhin die für einzelne Kampagnen hinterlegten Budgets. Verfügt eine Kampagne allerdings noch über Budget, während das Portfolio-Budget aufgebraucht ist, werden die jeweiligen Ads nicht mehr ausgespielt. Hier ein Beispiel: Sie richten ein Portfolio mit einem Budget von 100 Euro pro Tag ein und ordnen diesem drei Sponsored Ads-Kampagnen mit einem Tageslimit von je 50 Euro zu, also insgesamt 150 Euro pro Tag. In diesem Fall können die Kampagnen ihre jeweiligen Budgets nicht voll ausschöpfen und werden unter Umständen angehalten, bevor ihr Kampagnenbudget aufgebraucht ist.

Best Practice: Setzen Sie Kampagnenbudgets nicht zu niedrig an, sondern steuern Sie Ihr Zielbudget stattdessen auf Ebene der Portfolios. So stellen Sie sicher, dass gut performende Kampagnen ungehindert laufen können und ihr Budget nicht vor Tagesende aufgebraucht ist.

Marketingtreibende sollten beim Einsatz von Portfolio-Budgets und -laufzeiten beachten, dass man mit den Einstellungen (noch) keinen Einfluss auf das Pacing nehmen kann. Das heißt, es lässt sich nicht definieren, mit welcher Geschwindigkeit das Budget ausgegeben wird oder dass es gleichmäßig über die gesamte Laufzeit des Portfolios sowie die Kampagnen verteilt wird. Eine Kampagne des Portfolios ist daher in der Lage, das gesamte Zielbudget bereits am Anfang der Portfolio-Laufzeit aufzubrauchen. Umso wichtiger ist es, auch auf Kampagnen-Ebene zielgerichtete Budget-Limits zu definieren.

Hinweis: Softwarelösungen wie amabid (Bestandteil der factor-a suite) ermöglichen die automatisierte und regelbasierte Optimierung von Amazon Sponsored Ads-Kampagnen. Erhöhen Sie so die Qualität Ihrer Kampagnen und senken Sie unnötige Kosten für ineffiziente Kampagnenschaltung.

Mehrere Amazon Stores über einen Account anlegen

Konnte bisher lediglich ein Amazon Store pro Account angelegt werden, haben Vendoren und Seller jetzt die Möglichkeit, über einen Account mehrere Amazon Stores zu kreieren und zu verwalten. Voraussetzung für die Erstellung von Stores ist weiterhin die Markenregistrierung bei Amazon.

 

Beispiel für einen Amazon Store

Beispiel für einen Amazon Store (Quelle: Screenshot amazon.de)

 

[UPDATE] Bidding Control für Sponsored Products

Sponsored Products können nun mithilfe von neuen Bidding-Optionen zielgerichteter ausgesteuert werden. Zum Funktionsumfang der sogenannten Bidding Control gehören:

  • Dynamische Gebote
  • Anpassung von Geboten nach Platzierung
  • Neue Platzierungsberichte

Alle Infos zu den neuen Features finden Sie in unserem Guide zur Bidding Control.

Umfassende Informationen zu den Möglichkeiten von Amazon Advertising sowie handfeste Tipps aus der Praxis erhalten Sie in unseren Whitepapern zu Sponsored Ads und der Amazon Demand Side Platform (DSP). Jetzt Downloaden!

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