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Best Practice: Produktbilder für Amazon und Mobile Commerce optimieren

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Käufer dazu tendieren, sich beim Online-Shopping mehr und mehr auf Produktbilder zu verlassen. Besonders beim Mobile Shopping sind die Bilder meist der erste und wichtigste Berührungspunkt mit einem Produkt. Allerdings sind klassische Produktbilder häufig nicht für Marktplätze wie Amazon und mobile Endgeräte optimiert. Wir erklären Ihnen, wie Sie das Potenzial von modifizierten Produktbildern für sich nutzen können und worauf es bei der Erstellung ankommt.

Off-Pack-Elemente Amazon Produktbild
Beispiel für modifizierte Verpackungsbilder auf der Produktdetailseite und in den mobilen Suchtreffern (Quelle: Screenshots amazon.de)

Hinweis: Gerade beim mobilen Online-Shopping konzentrieren sich Konsumenten vermehrt auf bebilderten Content. Mit deutlich platzierten Hinweisen auf Ihren Produktbildern können Sie die Conversion steigern.

Optimierte Amazon-Produktbilder: Die vier Ws

Häufig reicht es auf dem Online-Marktplatz nicht, lediglich ein Foto des physischen Produkts als Verpackungsbild zu verwenden. Ergänzende Informationen auf Produktbildern sollten Sie je nach Produktgruppe variieren. Im Idealfall passen Sie die Hinweise auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe an. Ziel sollte es sein,  Kunden bereits in dem ersten Produktbild alle Informationen zu vermitteln, die sie für die Kaufentscheidung benötigen. Gerade im Hinblick auf das häufige Multitasking der Kunden beim mobilen Shopping ist dieser Aspekt entscheidend.

Um Kunden alle relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen, gilt es idealerweise, mit dem Produktbild die sogenannten vier Ws zu beantworten:

  1. Wer ist die Marke?: Markennamen sollten prominent im Bild erscheinen, um für einen optimalen Wiedererkennungswert zu sorgen.
  2. Was ist das Produkt?: Das Bild sollte die Produktart visualisieren. Die Einbindung des funktionalen Produktnamens (z.B. “Ladekabel” oder “Tomatensoße”) kann dem Kunden helfen, schnell zu identifizieren, um welches Produkt es sich handelt.
  3. Welche Produktvariante wird angeboten?: Features, die das Produkt von anderen Artikeln der gleichen Marke und Produktart unterscheiden (z.B. Geschmack oder Farbe) sollten klar ersichtlich sein.
  4. Wie viel ist enthalten?: Mengenangaben, wie die Anzahl der enthaltenen Produkte oder die Füllmenge sollten Kunden schnell erfassen können.

Eine umfassende Content-Relevanz-Analyse kann dabei helfen, relevante Informationen für die Kaufentscheidung zu ermitteln.

Einige Anbieter verwenden auf Amazon bereits optimierte Produktbilder:

Das gewohnte rote Design mit blauer Schrift von Somat spricht für sich und beantwortet die ersten beiden Ws. User erkennen sofort, um welche Marke und welches Produkt es sich handelt. Das Verpackungsbild beinhaltet einen zusätzlichen Hinweis über die Anzahl der Spülgänge, der hier gleichzeitig als distinktives Merkmal und als Mengenangabe dient. Somit werden auch die Ws 3 und 4 simpel und unmittelbar im Bild beantwortet.

Produktbild mit Zusatzinformationen auf der Produktdetailseite
Produktbild mit Zusatzinformationen auf der Produktdetailseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

Vorteile von Mobile-optimierten Produktbildern für Amazon-User:

Übersichtlichkeit

Das Bild wirkt aufgeräumt

Relevante Informationen

Es beinhaltet die wichtigsten Eigenschaften für den Kaufabschluss

Zeitersparnis

Kunden sehen direkt, was sie bekommen und kaufen ohne den Text vorher zu prüfen zu müssen

Digital Pack vs. Off-Pack: Alternativen zu herkömmlichen Verpackungsbildern

Produktbilder mit Zusatzinformationen erleichtern es Kunden, in den Amazon-Suchergebnissen auf den ersten Blick zu erkennen, ob das jeweilige Produkt für sie relevant ist. Besonders der Bereich Fast Moving Consumer Goods (FMCG) weist daher bereits eine Menge dieser Produktlistings auf.

Um Informationen zu integrieren bzw. herauszuarbeiten, stehen zwei Varianten zur Verfügung. Je nach Produktart, werden meist entweder sogenannte Digital Packs oder Off-Pack-Elemente verwendet.

Für beide Varianten gibt es offizielle Standards mit Best Practice Anleitungen, zum Beispiel von GS1 und der Cambridge University. Je nach Plattform und Marktplatz muss man die Richtlinien einhalten, damit die alternativen Produktbilder zugelassen werden. Ziel ist es, durch mehr Vergleichbarkeit und Übersichtlichkeit das Shoppingerlebnis zu verbessern.

Digital Packs – der optimierte Verpackungszwilling

Digital Packs sind die elegantere Variante der Produktbild-Optimierung. Anders als in den oben verwendeten Beispielen werden keine Informationen neben der Verpackung eingefügt. Stattdessen wird die Verpackung an sich digital modifiziert. Es handelt sich also um digitalen Repräsentanten der herkömmlichen Produktverpackung.

Best Practice für ein Digital Pack von factor-a:

Optmiertes Digital Pack für Amazon
Für Amazon optimiertes Produktbild. User erhalten über das Digital Pack Informationen zu Marke, Inhalt und Lieferumfang (Quelle: factor-a part of Dept)
Produktbild vor der Optimierung.
Produktbild vor der Optimierung. Sorte und Lieferumfang sind nicht direkt ersichtlich

Digital Packs sollten in ihrem Aussehen möglichst genau der physischen Verpackung entsprechen, damit der Kunde das Produkt im Laden wiedererkennt. Kleine Veränderungen sind allerdings möglich.

So können beispielsweise visuelle Elemente, die auf der Verpackung zu klein oder unleserlich erscheinen problemlos entfernt werden, um den begrenzten Raum effizienter zu nutzen. Wichtige Elemente, die eine der W-Fragen beantworten, können und sollten vergrößert dargestellt werden – ohne dabei den Wiedererkennungswert der Verpackung zu mindern.

In unserem Best-Practice-Beispiel wurden u.a. Markenlogo, Sorte und Lieferumfang besser sichtbar gemacht. Kunden sehen auf den ersten Blick, wie viele Dosen ein Pack beinhaltet. Das Design der Verpackung ist dennoch deutlich wiedererkennbar.

Hinweis: Ziehen Sie bei der Erstellung des Digital Packs immer in Betracht, ob ein visuelles Element eines der 4 Ws beantwortet oder essenziell für den Wiedererkennungswert des Produkts ist. Trifft beides nicht zu, sollte das Element vom Digital Pack entfernt werden.

Off-Pack-Elemente – Informationen außerhalb der Verpackung

Teilweise ist es nicht möglich, alle relevanten Informationen auf dem Digital Pack unterzubringen, da sie die visuelle Klarheit des Bildes beeinträchtigen würden. Besonders bei flachen oder dünnen Verpackungen kann es zu diesem Problem kommen. Daher verwenden viele Hersteller sogenannte Off-Pack-Elemente. Häufig kommen Strips zum Einsatz, die relevante Informationen enthalten und neben dem Produkt platziert werden.

Produktbild auf Amazon mit Off-Pack-Informationen
Produktbild auf Amazon mit zielgruppenspezifischen Off-Pack-Hinweisen zu Inhaltsstoffen und Geschmacksrichtung (Quelle: Screenshot amazon.com)

Zudem lassen sich durch verschiedene Logos auf dem ersten Bild Produkteigenschaften herausstellen, wenn kein Bild von der Verpackung als Produktshot genutzt wird. Das Spielzeug in dem folgenden Beispiel kann u.a. mehrfach benutzt werden, unterstützt die Babyzähne bei der Entwicklung und besteht aus BPA-freiem Material. So finden potenzielle Käufer relevante Informationen beim Kauf von Babyspielzeug schneller.

Produktbild auf Amazon mit zielgruppenspezifischen Off-Pack-Hinweisen zu Inhaltsstoffen und Geschmacksrichtung
Beispiel für Babyspielzeug mit kaufrelevanten Informationen auf dem ersten Produktbild (Quelle: Screenshot amazon.com)

In verschiedenen Richtlinien zur Erstellung von Produktbildern ist der Einsatz von Off-Pack-Elementen allerdings umstritten. Laut den GS1 Guidelines schränken sie zum Beispiel die visuelle Klarheit des Bilds ein. In den Mobile Hero Image Guidelines der Cambridge Universität gelten Off-Pack-Informationen allerdings als akzeptabel, sofern sich die 4 Ws nicht anders auf dem Digital Pack beantworten lassen.

Hinweis: In Sachen Produktbilder orientieren sich verschiedene Online-Marktplätze und Onlineshops an unterschiedlichen Richtlinien, die sich ständig ändern können. Daher empfehlen wir, immer sowohl ein Produktbild mit, als auch eine Version ohne Off-Pack-Elemente zu erstellen.

Auch Amazon hat spezifische Richtlinien in Bezug auf das erste Produktbild. Laut der aktuellsten Richtlinie muss das Hauptbild zum Beispiel weißen Hintergrund haben. Es darf ausschließlich das Produkt zeigen und weder Logo, Wasserzeichen noch Bilder im Bild enthalten. Am Ende steht allerdings die Kundenzufriedenheit für den Handelsriesen an erster Stelle. Produktbilder mit Zusatzgrafiken können daher im Sinne von Amazon sein und werden durchaus toleriert. Sollte der Upload beim ersten Mal nicht funktionieren, lässt sich das Problem meist über das Fall Management lösen.

Fazit: Mit optimierten Produktbildern Sales auf Amazon steigern

Bevor potenzielle Kunden ein Produkt erwerben, benötigen sie relevante Informationen für den Kaufabschluss. Je nach Zielgruppe und Kategorie können diese sehr unterschiedlich ausfallen. Beim Kauf von Knabbereien ist für manche Kunden beispielsweise die Marke wichtig, während andere User Wert auf den Produkttyp (Chips vs. Cracker) legen oder die Produktvariante (Paprika, Orientalisch) für Ihre Entscheidung berücksichtigen.

Warum sollte man essenzielle Infos also nicht direkt auf dem Haupt-Produktbild platzieren? Im Optimalfall sieht der Kunde das erste Bild, den dazugehörigen Preis und entscheidet sich schnell für einen Kauf.

Wir erstellen für Sie optimierte Amazon-Produktbilder und unterstützen Sie auf dem Weg zu verkaufsstarkem Content für Ihre individuellen Produkte. Unser internationales Amazon Content Team hat bereits erfolgreich über 3000 Projekte in 5 Sprachen für namhafte Markenhersteller umgesetzt. Jetzt Produktlisting optimieren!

Autor

Florian Von Riegen

Editor

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