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Amazon-SEO: Das Ende der Produktbeschreibung

Amazon-SEO: Das Ende der Produktbeschreibung

Es scheint, als würde Amazon wieder tüchtig an den Produktdetailseiten schrauben. Immer mit dem Ziel, Kunden ein besseres Shoppingerlebnis zu bieten. Der Handelsriese lässt sich laufend etwas Neues einfallen: Mal verschwinden Bullet Points, der Suchalgorithmus wird aktualisiert oder es gibt ein ganzes Paket an neuen Richtlinien. Seller und Vendoren werden allerdings selten proaktiv informiert. Oft bemerkt man erst bei Ranking-Verlusten oder vergeblichen Upload-Versuchen, dass es neue Spielregeln für die Amazon-SEO gibt. Diesmal geht es anscheinend den Produktbeschreibungen an den Kragen.

Indizien für das Ende der Produktbeschreibung auf Amazon

Unseren Beobachtungen nach gibt es einige Hinweise darauf, dass die Produktbeschreibung bald das Zeitliche segnet:

  • Beim Upload von A+ Content wurde bei unseren Kunden teilweise die Produktbeschreibung überschrieben.
  • Die Verwendung von HTML in der Produktbeschreibung untersagt der Online-Gigant zwar schon länger, doch der Upload wurde bislang trotzdem geduldet. Das ist Vendoren jetzt nicht mehr möglich. Stattdessen empfiehlt der Amazon Vendor Support die Nutzung von A+ Content.
  • Auf amazon.de erscheint sie derzeit noch über dem A+ Content. In der Amazon Shopping App wurde sie schon vor einiger Zeit unter den mobilen A+ Content degradiert.
Amazon Produktbeschreibung ohne HTML
Eine Textwüste: Produktbeschreibung ohne HTML auf Amazon (Quelle: Screenshot amazon.de)
  • Seit Anfang 2018 ist die Nutzung von A+ Content für Vendoren kostenlos. 2019 erhielten auch Seller mit Brand Registry Zugang zu kostenlosem A+ Content. Bis dahin konnten sie lediglich Enhanced Brand Content nutzen, der etwas eingeschränkter war als A+.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Produktbeschreibung lediglich eingeschränkt wird und nur noch für absolute Basis-Informationen dient. Dazu könnten zum Beispiel rechtlich vorgeschriebene Angaben gehören. Beispiele sind Pflichtinformationen, wie Informationen zu Inhaltsstoffen bei Lebensmitteln und Tiernahrung sowie Warnhinweise.

Was bedeutet das für Seller und Vendoren?

Der Fall der Produktbeschreibung würde den weiteren Aufstieg von A+ Content bedeuten. Wir erklären Ihnen, was in diesem Fall auf Sie zukommt:

A+ Content als neuer Standard
Da A+ Content jetzt für alle Marken zugänglich ist, glänzen natürlich immer mehr Detailseiten mit diesem Feature. Dadurch wird es schwerer, sich durch die zusätzlichen Inhalte vom Wettbewerb abzugrenzen. Hier sind jetzt mehr Know-how und Erfahrung in Sachen Content Creation und Optimierung gefragt.

Beispiel A+ Content auf Amazon
Beispiel für A+ Content auf einer Produktdetailseite (Quelle: Screenshot amazon.de)

The Rise of Premium A+ Content
Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von kostenpflichtigem Premium A+ Premium Content (Vendor only). Dazu gehören vielfältige Features wie stimmungsvolle Videoloops, interaktive Slides und ein FAQ-Bereich. Darüber hinaus zeichnen sich die verwendeten Bilder durch eine höhere Qualität aus.

Beispiel Premium A+ Content Amazon
Premium A+ Content bietet mehr Funktionen als die reguläre Variante (Quelle: Screenshot amazon.de)

Keyword-Relevanz von A+ Content?
Bisher wurde davon ausgegangen, dass Amazons Suchalgorithmus A+ Content nicht indexiert. Das könnte sich mit der Abschaffung bzw. Degradierung der Produktbeschreibung ändern. In diesem Fall sollten Keywords aus der Beschreibung in den A+ integriert werden. Ggf. ist sogar eine neue Gewichtung und Verteilung der Keywords über sämtliche Elemente der Detailseite notwendig. Wir halten Sie über alle Entwicklungen rund um Amazon-SEO auf dem Laufenden.

Eine zweite Möglichkeit ist, dass A+ Content weiterhin kein relevantes Feld für Keywords bildet. Dieser Annahme könnte zugrunde liegen, dass Amazon exzessives Unterbringen von Keywords vermeiden und eher auf hochqualitativen und zielgerichteten Content setzen möchte.

Informationen zu A+ Content shiften
Nicht nur Keywords müssen unter Umständen geshiftet werden, auch wichtige Informationen sind hiervon betroffen. Idealerweise sollten sich A+ Content und Produktbeschreibung bisher sinnvoll ergänzen, damit die Inhalte nicht redundant wirken, sondern das Beste aus dem Content für Kunden herausholen. Fällt die Beschreibung weg, sollten die enthaltenen Informationen ihren Weg in den A+ Content finden. Insbesondere, wenn es sich um Conversion-relevante Infos oder rechtlich notwendige Angaben handelt.

Fazit

Egal ob die Produktbeschreibung komplett verschwindet oder nicht, Fakt ist: Es führt für Markenhersteller kein Weg an top-optimiertem A+ Content vorbei. Vom Nice to Have hat er sich zum absoluten Must Have entwickelt, wenn man sich erfolgreich auf dem Marktplatz positionieren möchte. Außerdem ist A+ Content mobil-freundlicher und bietet allein deswegen einen entscheidenden Mehrwert.

Damit steigen die Anforderungen an die Optimierung eben jener Inhalte. Das A und O ist frühzeitig auf diese Herausforderung zu reagieren und an dieser Stelle nicht zu sparen. Wir unterstützen Sie gerne auf dem Weg zum optimalen Content für Ihre individuellen Produkte. Unser internationales Amazon Content Team hat bereits erfolgreich über 2500 Projekte in 5 Sprachen für namhafte Markenhersteller umgesetzt.

Autor

Katharina Lurz

Team Lead Brand Content news@factor-a.com

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